Women’s health braucht dringend mehr Helferinnen!

Inzwischen hat Katharina ein Trello-Board für unser Team eingerichtet und auf unserer Teamsitzung Mitte November 2017 vorgestellt. Mit diesem können wir alle zu erledigenden Dinge online auf Listen verwalten und alle Teammitglieder können auf einen Blick sehen, wie weit wir mit bestimmten Aufgaben sind und wo sie sich noch einbringen können. Wir hoffen, dass dieses Board uns die zugegebenermaßen lästige aber dennoch wichtige Organisation des Projektes erleichtert, denn wir merken immer mehr, dass es neben Studium und Beruf schwer ist, noch Zeit für ehrenamtliche Arbeit zu finden und dann macht es natürlich mehr Spaß, diese mit fachlicher Arbeit zu verbringen, als zum Beispiel damit, den Dienstplan zu schreiben.

Mit der Suche nach einem weiteren Standort sind wir leider noch nicht weitergekommen, da wir dafür eine gewisse Struktur brauchen. Der Ort muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sein, braucht eine Toilette und einen Warteraum für die Frauen und muss einen Stromanschluss haben, da wir sonst unser Mobil weder beheizen, noch unser Ultraschallgerät benutzen können.

Ein neuer Standort würde auch heißen, dass wir mehr Personal brauchen, um die Dienste zu besetzen. Leider ist es aber so, dass wir eher weniger Helfer werden. Viele von uns arbeiten im Schichtdienst, und so ist es ihnen oftmals nicht möglich, einen Dienst zu besetzen. Andere sind selbst Mutter geworden und gerade noch in Elternzeit und es gibt auch Kolleginnen, denen die ehrenamtliche Arbeit, die sie zum Teil jetzt schon seit zweieinhalb Jahren machen, zu viel wurde. Deswegen hat eine Kollegin eine Annonce für Fachzeitschriften verfasst und wir werden auch noch eine über den Hamburger Hebammenverband schalten und hoffen, dass wir gutes Feedback bekommen und weitere Kolleginnen für unsere Arbeit begeistern können.

Dass unsere Arbeit wichtig ist, hat sich bei einer Sprechstunde, in der Wibke vor Ort im Mobil war, wieder einmal deutlich gezeigt. Dort stellt sich eine Frau mittleren Alters vor, die seit mehreren Tagen über Schmerzen in der Brust, aber auch im linken Arm klagte. Sie befand sich illegal in Deutschland und traute sich auf Grund ihrer fehlenden Krankenkassenkarte nicht in ein Krankenhaus zu gehen. Bei der Blutdruckmessung stellte sich heraus, dass dieser massiv erhöht war und so mussten wir sie mit einem Rettungswagen mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus verlegen lassen. Da die Frau kein Deutsch sprach, konnten wir eine Übersetzerin vermitteln, die leider nicht vor Ort sein konnte, aber telefonisch zwischen der Frau und den behandelnden Ärzten vermitteln konnte. Denn nicht nur die oft nicht vorhandene Krankenkassenkarte, sondern auch die sprachlichen Barrieren schrecken oft vor einem Besuch im Krankenhaus ab.

Umso mehr hoffen wir, noch mehr Freiwillige für unser Projekt zu begeistern, damit wir auch weiterhin noch vielen Menschen helfen können.

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