Wohnungssuche für eine Familie (Abschlussbericht, September 2017)

„Die nächste Wohnung ist für Sie reserviert.“

Wir sind weiterhin fleißig auf der Suche. Die Wohnungslotsen versichern uns, dass es genug Wohnungen zu vermitteln gibt. Die erste gute Nachricht nach Langem. Und tatsächlich – uns wird gleich 2 Wochen später eine Wohnung in Billstedt angeboten. Die Wohnung ist gut gelegen und gefällt der Familie sehr gut. Die Wohnung gehört zur Genossenschaft Bille und die Miete wird auch bezahlbar sein, wenn die Eltern einen Beruf ausüben. Das ist ein wichtiges Kriterium für uns. Mehrfach wird uns versichert, die Wohnung sei für die Wohnungslotsen reserviert. Sollten wir uns dafür entscheiden, können wir den Mietvertrag unterschreiben. Es wird bei der Bille ein Termin vereinbart zum Vertragsabschluss. Kurz vorher Ernüchterung!! Ein Genossenschaftsmitglied hat sich spontan für die Wohnung entschieden und diese haben Vorrang. Wir sind wie vor den Kopf gestoßen. Es heißt aber: „Die nächste Wohnung ist für Sie reserviert.“ Ich engagiere mich bei den Wohnungslotsen und übernehme die Begleitung einiger Wohnungsübergaben.

Die Vormieterin hat ihre Kündigung zurückgezogen.

In der Zwischenzeit meldet sich eine Bekannte aus der Nachbarschaft von uns, der ich von unserer Wohnungsnot erzählt habe. Ihre Nachbarin möchte schnell ausziehen und wir können uns bei ihr melden und die Wohnung anschauen. Wir vereinbaren einen Termin. Die Wohnung ist zwar nicht so gut geschnitten und etwas eng für 4 Personen, aber wir sagen trotzdem zu. Die Familie möchte nach nun so langer Zeit eine eigene Wohnung beziehen um aus dieser „Übergangslage“ zu gelangen. Wir melden uns umgehend beim zuständigen Sachberater der SAGA und bekommen noch für dieselbe Woche einen Termin zur Vorstellung. Da wir uns bereits bei der SAGA registriert haben und auf der Warteliste sind, stehen die Chancen gut. Zu dem Termin begleite ich die Familie. Der Sachberater teilt uns mit, die Vormieterin habe ihre Kündigung zurückgezogen. Damit ist die Wohnung nicht mehr verfügbar. Wir können es nicht glauben.

Ein drittes Kind ist unterwegs. Leider gibt es keine Wohnungen für 5 Personen zu vermitteln.

Der Sachbearbeiter scheint uns unsere Enttäuschung anzusehen und möchte uns helfen. Nach seinem Urlaub möchte er schauen, ob entsprechende Wohnungen in dem Stadtteil frei werden und uns ein Angebot zusenden. Wir bekommen ein Angebot für eine Wohnung in direkter Nachbarschaft und vereinbaren einen Besichtigungstermin. In der Zwischenzeit meldet sich die Familie bei uns und möchte uns einladen. Bei dem Besuch erfahren wir, dass ein drittes Kind unterwegs ist. Leider wurde die Nachricht bei den Wohnungslotsen nicht so freudig aufgenommen wie von uns. Es gäbe keine Wohnungen in dieser Größe zu vermitteln. Wir können also mit keiner Unterstützung von dieser Stelle mehr rechnen. Die angebotenen Wohnungen der SAGA sind für eine Familie dieser Größe zu klein. Die Familie würde zwar auch eine Drei-Zimmer-Wohnung beziehen, aber wir hoffen auf einen günstigeren Schnitt. Der Mama der Familie geht es inzwischen nicht besonders gut. Wir beschließen die Suche auf Eis zu legen, bis das Baby da ist. Und hoffen, dass der Wurm bis dahin raus ist.

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