Vortragsreihe Wintersemester 2015/16

02. November 2015 | Grundlagen zum Asyl- und Flüchtlingsrecht | Dr. Uwe Giffei, flucht.punkt, SPD-Bürgerschaftsfraktion Hamburg, Ausschuss für Soziales, Arbeit und Integration

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Uwe Giffei ist ausgebildeter Historiker und Sozialwissenschaftler. Seit 2002 arbeitet er als Rechtsberater im flucht•punkt, einer Hilfsstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche Nordelbien in Hamburg. Daneben ist er seit Mitte der 90er Jahre politisch aktiv. Er hat sich im AStA der Universität Hamburg engagiert, bei ver.di, der Wählervereinigung Regenbogen – für eine neue Linke, ist seit 2009 SPD-Mitglied und war von 2011 bis 2014 Mitglied der Bezirksversammlung Eimsbüttel. Seit März 2015 ist er Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Wahlkreisabgeordneter des Wahlkreises 5 Rotherbaum-Harvestehude-Eimsbüttel (Ost). Dort sitzt er im Ausschuss für Wissenschaft und Gleichstellung, im Sozialausschuss sowie im Schulausschuss.

16. November 2015 | Kultur und Geschichte des Vorderen Orients von 600-2000 n. Chr. – ein Überblick | Prof. Dr. Ludwig Paul, Universität Hamburg, Iranistik

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Prof. Dr. Paul vertritt seit Dezember 2004 am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg das Fach Iranistik. Von 1986 bis 1995 studierte er Iranistik und Sprachwissenschaft an der Universität Göttingen, wo er im Jahre 1996 mit einer Arbeit zur Grammatik und Dialektologie der in Ostanatolien beheimateten iranischen Sprache Zazaki promoviert wurde. Das akademische Jahr 1995/96 verbrachte Ludwig Paul als Post-Doc-Stipendiat am Van Leer Institut in Jerusalem. Von 1996 bis 2003 war er am Seminar für Iranistik der Universität Göttingen Assistent von Prof. Dr. Philip Kreyenbroek, wo er im Jahre 2002 mit einer philologischen Untersuchung der jüdisch-persischen Texte der Kairo Genizah habilitiert wurde. Von April 2003 an vertrat er an der Universität Hamburg eine Professur für Iranistik, auf die er im Dezember 2004 berufen wurde. Seine Forschungsschwerpunkte sind Iranische Sprachwissenschaft, insbesondere Geschichte des Persischen und Westiranische Dialektologie sowie moderne Geschichte und Landeskunde Irans.

23. November 2015 | Zunehmende Flüchtlingszahlen als Herausforderung für Behörden, Ämter und nichtstaatliche Einrichtungen | Dr. Bernd Struß, Leiter des Studiendekanats der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg


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Dr. Bernd Struß ist Leiter des Studiendekanats der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg. Er hat Deutsche Sprache und Literatur, Musikwissenschaft und Journalistik studiert und wurde 2009 mit einer linguistischen Arbeit zur öffentlichen Debatte über die Wehrmachtsausstellungen in Hamburg promoviert. Die Schwerpunkte seines wissenschaftlichen Interesses liegen in der Verständlichkeitsforschung, der Medien- und Textlinguistik sowie der interdisziplinären Erinnerungsforschung.

30. November 2015 | Umgang mit sprachlicher und kultureller Verschiedenheit in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit | Dr. Christine Tuschinsky, Ethnologin
Christine Tuschinsky ist Ethnologin und hat in Medizinethnologie promoviert. Sie hat im Rahmen von Studien- und Forschungsaufenthalten mehrere Jahre in Südostasien verbracht und war lange in Forschung und Lehre an der Universität Hamburg, der Universität Bremen sowie der HAW tätig. Christine Tuschinsky ist zertifizierte Trainerin (Institut für Weiterbildung der Universität Hamburg), hat eine Ausbildung in systemischer Organisationsberatung (Como) und zahlreiche Fortbildungen im Bereich Kommunikation (Schulz von Thun) absolviert. Schließlich hat sie sich in der Erwachsenenbildung auf interkulturelle Fortbildungen für Mitarbeiter/innen des öffentlichen Dienstes, der Gesundheitsversorgung, der Jugendhilfe und der Sozialen Arbeit spezialisiert. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden: Diversity Management, Vielfaltskompetenz, interkulturelle Kommunikation, Gesundheit und Krankheit im Kulturvergleich sowie interkulturelle Organisationsentwicklung.
07. Dezember 2015 | Grundinformationen zu Psychischer Traumatisierung | Clemens Fobian, u.a. Traumapädagoge
Clemens Fobian ist Sozialpädagoge und arbeitet als Traumapädagoge, Traumazentrierter Fachberater (DeGPT/BAG-TP) sowie Systemischer Berater. Unter anderem ist er Fachberater bei basis-praevent, einer Fachberatungsstelle bei sexueller Gewalt an Jungen. Er hat vielfältige Veröffentlichungen zum Thema Trauma und arbeitet inzwischen verstärkt im Bereich der Weiterbildung und Supervision von freiwilligen Flüchtlingsunterstützer/innen. Außerdem hat Clemens Fobian die Projektleitung von Plietsch inne, einer Ausbildungsbegleitung für Flüchtlinge durch Mentor/innen (Basis & Woge e.V.). Er nimmt regelmäßig Lehraufträge an der Evangelischen Hochschule des Rauhen Haus und der HAW Hamburg wahr.

Hier finden Sie den Artikel von Clemens Fobian „Alles ein Fall für die Therapie“ (2015) als PDF zum Download.

14. Dezember 2015 | Aktuelle Entwicklungen der salafistischen Szene in Deutschland | Hazim Fouad, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Senator für Inneres in der Abteilung Verfassungsschutz in Bremen

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Hazim Fouad studierte Islamwissenschaften und Anglistik in Bochum, Kairo und London. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Senator für Inneres in der Abteilung Verfassungsschutz in Bremen. Er ist Mitherausgeber des im Herder Verlag erschienen Sammelbandes Salafismus. Auf der Suche nach dem wahren Islam und promoviert nebenberuflich an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zum Thema „Gegenwärtige muslimische Kritik am Salafismus“.

 
04. Januar 2016 | Flucht als gewaltvolle Praxis: Fluchtursachen, Fluchtwege, Fluchtpunkte | Dr. Christiane Fröhlich, Mercator-IPC-Fellow am Istanbul Policy Center der Sabanci Universität in Istanbul, Research Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg


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Christiane Fröhlich ist Mercator-IPC-Fellow am Istanbul Policy Center der Sabanci Universität in Istanbul, sowie Research Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Fluchtursachen, insbesondere mit veränderten Umweltbedingungen, die Migrationsentscheidungen beeinflussen können. Sie hat sich intensiv in ethnographischer Feldforschung mit einer klimabedingten sog. „Jahrhundertdürre“ im prä-revolutionären Syrien und ihrer Rolle für den Syrienkrieg auseinandergesetzt. Sie erforscht außerdem die Rolle des Globalen Nordens für aktuelle Migrationsbewegungen aus dem Globalen Süden aus postkolonialer Perspektive. Während ihres Forschungsaufenthalts in der Türkei erforscht sie die Folgen des EU-Türkei-Abkommens für die Lebensrealität von Flüchtlingen in der Türkei, und bereitet ein neues Projekt zur politischen Krise der EU im Bereich (Im)Migration vor, das sich insbesondere mit der Frage beschäftigt, wer eigentlich zum europäischen Staatenprojekt dazugehören darf („Who belongs?“). In der Vergangenheit hat sie sich intensiv mit Wasserkonflikten auf der internationalen, nationalen und lokalen Ebene sowie mit dem israelisch-palästinensischen Kernkonflikt und seinen geopolitischen Implikationen für den Nahen und Mittleren Osten auseinandergesetzt. Sie wurde am Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg promoviert und ist Absolventin des Masterstudiengangs „Peace Research and Security Studies“ der Universität Hamburg. Hier geht es zu ihrer Homepage.

11. Januar 2016 | Methodenkoffer „Deutsch als Fremdsprache für Flüchtlinge“ | Dr. Nils Bernstein, DAAD-Sprachassistent, DAAD-Lektor


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Nils Bernstein studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Komparatistik und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Mainz und promovierte in Wuppertal. Er war DAAD-Sprachassistent in Santiago de Chile und DAAD-Lektor in Mexiko-Stadt. Seit 2002 arbeitet er im Bereich Deutsch als Fremdsprache und hat neben der universitären Lehre auch mit anderen Institutionen wie dem Goethe-Institut und der Volkshochschule zusammengearbeitet. Dabei hat er verschiedene Zielgruppen unterrichtet: Kinder und Jugendliche, Studierende in sprachlich heterogen und homogen zusammengesetzten Gruppen, akademisch- und nicht-akademisch-vorgebildete Lernende genauso wie Flüchtlinge. Zu seinen Forschungsinteressen gehören unter anderen generelle Fragen zur Didaktik und Methodik im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, insbesondere zu Themen wie Aktionsforschung, ästhetisches Lernen, Fehlerkorrektur, Lehrwerkanalyse, Literaturdidaktik und Landeskunde.