Was ich vorhabe…

In Uganda, einem der ärmsten Länder der Erde, bekommen Flüchtlinge bei ihrer Ankunft von der Regierung einen halben Hektar Land geschenkt. Sie dürfen arbeiten, ein Haus bauen, sich frei bewegen und ein neues Leben beginnen. Alles ganz und gar nicht selbstverständlich, wenn man sich die Migrationspolitik anderer Staaten anschaut. Mittlerweile leben rund 1,3 Millionen Flüchtlinge im Land, hauptsächlich aus dem Südsudan und der DRC.

Doch kann dieses Konzept funktionieren? Ist es ein vorbildliches Modell für andere Staaten, oder ist das Ganze nur ein Vorwand, um die Staatskassen mit Fördergeldern zu füllen und die Infrastruktur zu verbessern? Dem Land droht eine Hungersnot – trotzdem bleiben die Grenzen offen. Wird womöglich die Versorgung der eigenen Bevölkerung durch diese äußerst offene Policy vernachlässigt? Wo liegen die staatlichen Interessen?

Vorbild oder Vorwand? Mit meiner Forschungsarbeit möchte ich diesen Fragen auf den Grund gehen. 

Im November 2017 reise ich für einen Monat nach Ruanda & Uganda, um mir selber ein Bild von der Lage zu machen. Ich hoffe möglichst viele Menschen zu treffen, die mit mir offen über diese Thematik sprechen möchten – sowohl Einheimische als auch geflüchtete Menschen.

Wird vielleicht eine Bevormundung wahrgenommen? Wie werden die Geflüchteten gesellschaftlich aufgenommen? Gibt es eine soziale Willkommenskultur, die sich mit den politischen Maßnahmen deckt? Ich bin gespannt auf die Erfahrungen, die ich im Herzen Afrikas machen werde und hoffe Antworten auf meine Fragen zu finden.

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