Wöchentliches Treffen, Anonymität, Vertrauen aufbauen…

Durch die wöchentlich stattfindenden Treffen bauen sich seit dem letzten Bericht langsam immer intensivere Vertrauensverhältnisse auf. Doch dass es hierfür noch mehr Zeit auf beiden Seiten braucht, ist mir durchaus bewusst. Die gemeinsamen Aktivitäten, wie Deutsch lernen oder gemeinschaftliches Essen, helfen dabei, sich in vertrauterer Atmosphäre zu unterhalten und sich dadurch besser kennen zu lernen.

Positiv hervorzuheben ist ebenfalls, dass die selbstorganisierte bzw. offen gehaltene Struktur einen offenen Raum kreiert, in dem jede*r sich einbringen kann, wodurch eine kreative Vielfalt entsteht. Am Beispiel des Essens kann dies exemplarisch verdeutlicht werden: unterschiedliche Gerichte, von verschiedenen Personen zubereitet, schaffen eine Diversität an Geschmackserfahrungen.

Neben den wöchentlichen Treffen habe ich außerdem in der Nähe von S-Bahn Stationen insbesondere südlich der Elbe und nahegelegenen Gemeinschaftsunterkünften von geflüchteten Menschen Aufkleber verteilt, um auf den Support und das wöchentliche Treffen hinzuweisen. Die Aufkleber sollen queere Refugees ansprechen, damit diese von der Möglichkeit und den Räumen erfahren können, wenn sie dies wollen. Durch die Anonymität bleibt dies jeder Person selbst überlassen.

Die nächsten Wochen werde ich weiterhin wöchentlich an den Treffen teilnehmen. Weiterhin werde ich einigen beim Deutschlernen zur Seite stehen. Ebenfalls wurde mir beim letzten Treffen angeboten, einer Person beim Umzug zu helfen, indem ich sie beim Einkauf neuer Möbel begleite. Ansonsten steht die ‚einfache’ Anwesenheit der wöchentlichen Treffen im Mittelpunkt.

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