Statuslose Kinder an Hamburger Schulen (Zwischenstand, Mai 2017)

In der am 20. November 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention ist das Recht aller Kinder auf Bildung in Artikel 28 verankert. Deutschland unterzeichnete zunächst nur unter Vorbehalt. Die Vorbehaltserklärung beinhaltete eine Einschränkung der Rechte für zugewanderte bzw. geflüchtete Kinder. Ausländerrecht hatte Vorrang. 2010 nahm die Bundesregierung die Vorbehaltserklärung zurück. Seitdem ist  Artikel 28 für alle Kinder die sich in Deutschland aufhalten, gültig. Somit ist es zumindest formell möglich Bildung unabhängig vom Aufenthaltsstatus zu gewähren. Weitere Erklärungen aus Bundes- und Länderpolitik unterstützen dies. Etwa bekannte sich die Hamburger Schulsenatorin Christa Goetsch im Juni 2009 in einem Schreiben an die Schulleitungen zum Recht auf Schule für alle Kinder und bemühte sich um die notwendige Klärung der Rechtsgrundlagen. Trotz der Rechtslage setzen bei weitem nicht alle Schulen eine Beschulung von papierlosen Kindern um. Hürden in der Praxis oder Uninformiertheit können Gründe sein.

Ziele bis zum Semesterende

Eine fundierte Recherche der Rechtslage und des Forschungsstands in Bezug auf Kinder ohne Papiere an Hamburger Schulen, sowie eine Untersuchung der Praxis von zwei Hamburger Schulen mittels Interviews. Am Ende sollen die Ergebnisse zusammengefasst und an die Schulen rückgemeldet werden.

Bisher geschehen

  • Recherche
  • Entwicklung eines Leitfadeninterviews

Nächste Schritte

  • Weitere Recherche
  • Kontakt zu dem Schulen herstellen.

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