Erst keiner, dann einer und am Ende ganz viele

Erst keiner, dann einer und am Ende ganz viele. So in etwa begann der Spielvormittag mit den Kindern in der Einrichtung fördern & wohnen am Samstagvormittag. Für zwei aus unserem Refugees-Welcome-Team war es der erste Spielvormittag. Die Kinder trudelten nach und nach – mal alleine, mal mit dem kleineren Geschwisterchen – in die Wohnung ein und spielten direkt mit uns oder den vorhandenen Spielzeugen.

In einem der beiden Räume konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Gemeinsam haben wir mal mit nur zwei Kindern, mal mit gleich acht Weihnachtskarten gebastelt, die sie am Ende mit nach Hause genommen haben.

Tut tut tut die Eisenbahn … In dem anderen Spielzimmer haben wir eine Holzeisenbahn aufgestellt, mit der die Kinder und auch wir spielen konnten. Sie diente sowohl als Zeitüberbrückung, während einige Kinder auf die nächste Spielrunde warteten, als auch als kleine Attraktion inmitten des Raumes.

Da das Alter der Kinder zwischen 3 und 14 Jahren lag, bestand die Schwierigkeit darin, alle Kinder angemessen zu beschäftigen. Dadurch, dass wir zu viert waren, war es aber machbar. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns auf „Memory“ und „Das verrückte Labyrinth“ geeinigt und es mehr oder weniger nach den Spielregeln gespielt. Denn da kamen wir an „unsere pädagogischen Grenzen“, da wir ja keine Ausbildung in diese Richtung haben. Wie tröste ich die jüngste Spielerin und erkläre ihr, dass es gar nicht schlimm ist, zu verlieren? Wie erklärt man am besten, dass Schummeln für alle Beteiligten doof ist? Was sagt man, wenn Schimpfwörter fallen? Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es keine Anleitung hierzu gibt und man am besten individuell reagiert. Bis jetzt hat´s geklappt.

Zum Ende des Spielevormittags präsentierten uns die Kinder stolz ihre Weihnachtskarten und verabschiedeten sich freundlich. Alle freuen sich schon auf den nächsten Samstag, denn da backen wir gemeinsam Lebkuchenhäuser.

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