MSO für Eritreer (Stand 20. Juli 2017)

MSO-Gründung steht kurz bevor!

Inzwischen haben die Geflüchteten aus Eritrea sich Zwecke und Ziele für ihre Organisation überlegt, die J. vergangene Woche für uns (M., U. und L.) übersetzt hat.

Kernforderungen und Ziele

In ihrem Paper stehen Kernforderungen, z.B. dass die Gesellschaft in Frieden und Freiheit in Eritrea leben soll. Dies soll durch Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie in Eritrea erreicht werden. Des Weiteren wurden konkrete Zwecke formuliert wie:

  • Die Förderung und das Eintreten für einen nachhaltigen Frieden,
  • die Förderung und das Eintreten für Pluralität,
  • die Förderung der Verständigung aller neun ethnischen Gruppen in Eritrea,
  • das Eintreten für und die Förderung von Religionsfreiheit und Demokratie im Heimatland und in der Diaspora (Deutschland), miteinander respektvoll und gerecht umgehen und zusammenleben und ein demokratisches Land aufbauen,
  • die Förderung von und das Eintreten für Gleichberechtigung der Frauen, wie sie auch den Männern zustehen,
  • die Förderung und den Erhalt der eritreischen Kultur,
  • die Förderung der Völkerverständigung,
  • das Eintreten gegen Menschenrechtsverletzungen.
Satzungsentwurf, Vereinsregister

Mit diesen Zwecken haben M. und ich (L.) angefangen eine Vereinssatzung zu formulieren, die wir in den kommenden Tagen mit U. und der Gruppe besprechen und diskutieren werden, bevor wir die endgültige Satzung dem Finanzamt schicken. Hinzukommt, dass wir mit allen gemeinsam einige Details besprechen müssen, beispielsweise, wie oft wir Mitgliederversammlungen abhalten wollen oder an welchen Verein wir nach der Auflösung den Nachlass spenden werden, sowie wie wir den zukünftigen Vorstand aufbauen wollen.

Der Prozess dauert hierbei etwas länger als vielleicht eine gewöhnliche Vereinsgründung, in dem alle dieselbe Sprache sprechen. Dieser Faktor verlangsamt die Gründung etwas, was uns Studierende jedoch nicht daran hindert mit Elan und Spaß die kommenden Sitzungen zu planen.

Vorbild Simret

Im Verlauf der Gesprächsrunden und Treffen ist mir zudem aufgefallen, dass die Eritreer ein Abbild einer bereits existierenden Organisation aufbauen wollen. Ihr Name ist Simret, und sie hat ihren Hauptsitz in Addis Abeba (Äthiopien). Diese Organisation hat sich unter anderem gegen das eritreische Regime ausgesprochen.

Wir haben ihnen erklärt, dass es für alle einfacher ist, speziell was später die juristische Rechtfertigung angeht, wenn wir einen unabhängigen, eigenständigen Verein gründen. Dieser Verein kann fast die identischen Positionen wie Simret vertreten und zusätzlich lokale Bezüge – zu Hamburg – beinhalten. Die aktuelle Idee für einen Vereinsnamen ist: Einigkeit und Sicherheit für das Land Eritrea und die Bevölkerung Eritreas – Simret. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt danach den Zusatz „e. V.“

Mögliche Aktivitäten der MSO

Da wir einen gemeinnützigen Verein in Hamburg gründen wollen, haben wir uns bisher innerhalb einer Brainstorming-Runde überlegt, welche Aktionen wir mit und durch den Verein durchführen wollen. Das sind beispielsweise Informationsveranstaltungen, politische Aufklärungsarbeit, Berichterstattung (welches von einem Blog, Flyern bis hin zu einer Vereinszeitung reichen kann). Des Weiteren kam uns die Idee Begegnungsräume zu schaffen, welche den Interkulturellen Austausch in Hamburg zwischen den Nationen und Generationen fördern könnte, sowie eine aktive Kommunikation mit den Regierungen (Hamburg/Berlin).

Wir nähern uns Schritt für Schritt der MSO.

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