MSO für Eritreer (Zwischenstand, Juli 2017)

Nach dem letzten Stand hat sich einiges entwickelt. Ein paar der Eritreer, aus der Welcome Lounge, sind auf mich zugekommen und haben von sich aus nach Unterstützung gebeten eine Organisation zu gründen. Diese Eigeninitiative habe ich begeistert in meine bis dato getätigten Recherchearbeiten aufgenommen und in den Räumlichkeiten der Welcome Lounge ein Treffen mit allen Interessierten organisiert. Bei unserem ersten Treffen kam heraus, dass das Ziel dieser Migrantenselbstorganisation (MSO), eine politische Positionierung gegen das Regime in Eritrea sein sollte. Damit konnten wir weiterarbeiten.

In den darauffolgenden Sitzungen hat uns U. einleitend den Unterschied zwischen einer Partei und einem Verein erklärt und uns geraten einen ideellen Verein, der gemeinnützige Ziele beinhaltet, zu gründen. In einem gemeinnützigen Verein orientiert sich die Körperschaft am Gemeinwohl. Denn für uns ist es bedeutend den Verein als gemeinnützig auszurichten, um von einigen Steuerpflichten befreit zu werden, welche beispielsweise die Körperschafts- und Gewerbesteuer miteinschließen. Die allgemeine Begründung hierbei ist, dass die gemeinnützigen Vereine den Staat entlasten. http://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Leitfaden_Vereinsrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Diesbezüglich wurden die vergangenen Sitzungen genutzt um an dem Zweck und den genaueren Zielen der MSO zu arbeiten. Hierbei konnten wir (U., M. und ich (L.)) nicht so viel Unterstützung leisten, da die Eritreer diese Debatten auf Tigrinya geführt haben, welche sie dann schriftlich festgehalten haben. Da das „Unterstützungsteam“ (wir) ihre Heimatsprache Tigrinya nicht beherrschen, haben wir es für die Übersetzung einem Kollegen gegeben.

Nachdem wir die deutsche Übersetzung vor uns liegen haben, können wir (U., M und ich) versuchen diese in den vorgefertigten „Katalog der gemeinnützigen Zwecke“ (§ 52 Abs. 2 AO) einzufügen und anschließend eine Satzung anzufertigen.

Feinheiten, wie die Suche nach einem Vereinsnamen, die Wahl der Vorstandsmitglieder und die konkrete Suche und Verteilung der Projekte und Aufgaben stehen uns noch bevor, die wir Dank der Unterstützung aus der Welcome Lounge, gemeistert bekommen werden. Ich bin zuversichtlich und freue mich auf die kommenden, spannenden Wochen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.