Maraba – Willkommen! (Zwischenstand, Mai 2017)

Mein Projekt in diesem Semester heißt „Maraba“, das bedeutet „Willkommen!“ auf Hausa. Die Kontinentenschule ist ein auf Freiwilligkeit basierendes Projekt, welches in den Räumen der „Schwarzen Katze“ in der Fettstraße stattfindet. Täglich engagieren sich hier Freiwillige von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr und unterrichten Geflüchtete und Migranten. Der Unterricht stellt eine Vorbereitung auf die Deutschprüfungen von A1 bis B2 dar. Die Teilnahme ist anonym und freiwillig und so kann jeder kommen und gehen wann und wie er möchte.

Ich unterrichte dort derzeitig zweimal die Woche für je 90 Minuten. Montags unterrichte ich eine Gruppe von circa zehn Schülern auf A2-Niveau. Zwar stellen sich einige Schwierigkeiten dar, da das Lernniveau der Schüler sich teilweise sehr stark unterscheidet und einige auch mit dem Lesen und Schreiben noch Probleme haben. Trotzdem findet sich immer ein Weg und alle arbeiten engagiert mit und helfen sich auch gegenseitig. Am Mittwoch vertrete ich derzeitig einen Lehrer, der eine A1-Gruppe unterrichtet. Durch das Unterrichten in dieser Gruppe ist mir besonders verdeutlicht geworden, wie schwer es ist, die deutsche Sprache zu lernen. Besonders die Grammatik ist sehr kompliziert und auch nicht sehr einfach zu erklären. Besonders kompliziert fand ich es, dem A2-Kurs den Dativ und den Akkusativ zu erklären. Auch sprachlich gibt es manchmal Schwierigkeiten, da einige der Teilnehmer aus frankophonen Ländern kommen und daher kein Englisch sprechen. Leider spreche ich kein Französisch aber mit Händen und Füßen lässt sich auch hier immer ein Weg finden. Alle Teilnehmer sprechen zudem Hausa. Da ich auch etwas Hausa sprechen, verständigen wir und zur Not auch in dieser Sprache. Mich beeindruckt besonders das Tempo, in dem die Teilnehmer lernen. So lernen sie jedes Mal die Vokabeln, die ich ihnen in den Stunden beibringe.  Mein nächstes Ziel ist es nun, mit den Schülern mehr Deutsch zu sprechen, da viele noch Probleme bei der Aussprache haben. Da die Kontinentenschule über keinerlei Schulmaterialien verfügt, findet der Unterricht hauptsächlich an der Tafel statt. Jede Woche werden per Mail die Themen bekannt gegeben, die zu unterrichten sind und die Freiwilligen bereiten dem Entsprechend ihren Unterricht vor. Im Juli haben mehrere Teilnehmer die A2-Deutschprüfung und ich hoffe, sie bis zu diesem Zeitpunkt ausreichend darauf vorbereiten zu können.

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