Endlich ist das Führungszeugnis da – es kann losgehen!

Juhu! Das Führungszeugnis ist da! Endlich ist es so weit und ich kann ab Januar 2018 regelmäßig im Kindertreff am Kaltenkircher Platz helfen.

Gerne hätte ich direkt dort angefangen, doch jetzt in der Vorweihnachtszeit stehen in allen Unterkünften die Weihnachtsfeiern an, die einerseits das Team von „kids welcome“ organisatorisch total auslasten und andererseits viele helfende Hände erfordern. Am 11.12. fand die erste Weihnachtsfeier statt, an der ich teilgenommen habe. Dafür ging es in eine Unterkunft in Wilhelmsburg. Hier haben wir zuerst die kahlen Aufenthaltsräume im Container festlich geschmückt, die Tische mit allerlei weihnachtlicher Deko sowie Plätzchen, Mandarinen, Nüssen, Saft und Tee eingedeckt, bevor die Bewohner_innen und Familien der Unterkunft langsam eintrudelten und sich anfangs noch etwas zögerlich hinsetzten. 

Nachdem die ersten Stücke vom Christstollen probiert worden waren (erst skeptisch, dann aber als lecker befunden), kam die Gruppe zunehmend miteinander ins Gespräch und die Kinder rätselten, ob der Weihnachtsmann auch vorbei kommen würde und Geschenke brächte oder nicht. Daher leuchteten alle Kinderaugen groß, als die Tür zur Küche aufging und der Weihnachtsmann mit zwei fleißig helfenden Engeln in der Tür stand und für jedes Kind eine Tüte voller Geschenke dabei hatte.

Das Team von „kids welcome“ hatte die letzten Monate fleißig Spenden gesammelt und Geschenktüten, nach Altersstufen gestaffelt, für die Kinder gepackt. Während der Geschenkeverteilung ging es etwas wuselig zu, aber weil sich alle daran hielten, dass die Tüten erst zuhause ausgepackt werden durften, legte sich der Trubel schnell.

Danach wurden fleißig weiter Plätzchen gegessen, die Erwachsenen unterhielten sich und ich ging mit ein paar Kindern, denen es etwas langweilig am Tisch wurde, in den Nebenraum und wir malten ein paar Bilder für die Mütter und Väter, damit diese auch noch mit einem Geschenk nach Hause gehen konnten.

Zu Beginn fühlte ich mich im Team ein bisschen überflüssig, weil alle eine klare Aufgabe beim Geschenke-Verteilen usw. hatten und ich nicht. Doch nachdem ich mich ein bisschen mit den Bewohner_innen unterhalten hatte und anfing, mit den Kindern zu malen, hatten wir schnell viel Spaß miteinander und ich merkte, dass diese Kommunikation Aufgabe genug war und es nicht schlimm war, dass ich nicht ins Geschenke-Verteilen involviert war und keine klar greifbare Aufgabe hatte. Einige kamen, bevor sie gingen, extra noch einmal zu mir und bedankten sich sehr für den netten Nachmittag und eines der Mädchen schenkte mir ein selbtgemaltes Bild. Das hat mich sehr gefreut.

Manchmal ist die Terminabstimmung mit den Verantwortlichen etwas schwierig, da meine Ansprechpartnerinnen immer wieder wechseln, sodass Einsätze, die ich geplant habe, doch nicht stattfinden, was manchmal ein bisschen frustrierend ist. Nun sieht es jedoch so aus, als ob ich ab Januar regelmäßig jede Woche in der ursprünglich geplanten Unterkunft zum Einsatz kommen kann und ein bisschen mehr Sicherheit und Regelmäßigkeit in den Terminen einkehrt, sodass ich zu den Kindern auch eine längerfristige Bindung eingehen kann.

 

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