Basteln, spielen, toben – und dabei Deutsch lernen

Ich werde mich das kommende Semester in der Kinderbetreuung in der Erstaufnahmestelle am Kaltenkircher Platz engagieren. Bei dieser Unterkunft handelt es sich um eine Einrichtung speziell für geflüchtete Frauen und ihre Kinder, welche als besonders schutzbedürftig gelten. Sie sind in besonderer Weise von (sexueller) Gewalt, Zwangsehen, Prostitution und anderen sozialen Abhängigkeiten bedroht.

Um den Kindern ein bisschen Abwechslung in ihren Alltag zu bringen und einen Raum gezielt für Freizeit, Spiel und Spaß zu bieten, hat die Initiative „kids welcome“ Spielräume in den Erstaufnahmen eingerichtet, die zu regelmäßigen Zeiten in der Woche geöffnet sind. Ich werde mich in der Einrichtung am Kaltenkircher Platz an einem Nachmittag in der Woche engagieren. Der Kindertreff dient einerseits der Betreuung der Kinder, um den alleinstehenden Frauen mit Kindern Freizeit zu ermöglichen, in der sie Deutschkurse besuchen, Behördengänge erledigen oder einfach mal ein bisschen Zeit für sich haben können; andererseits aber auch und vor allem als Rückzugsort voller Spiel und Spaß für die Kinder. Hier wird gebastelt, gespielt, getobt oder vorgelesen. Ganz nebenbei und spielerisch kann die deutsche Sprache erlernt werden.

Ich wünsche mir, dass ich bis zum Ende des Semesters zu einer Bezugsperson für die Kinder geworden bin, statt eine fremde Person für sie zu sein. Außerdem erhoffe ich mir natürlich, eine freudebringende Zeit mit den Kindern zu erleben, ihnen eventuell beim Erlernen der deutschen Sprache helfen zu können und am Ende etwas Abwechslung in ihren Alltag gebracht zu haben.

Um in der Einrichtung beginnen zu können, muss ich nun ein erweitertes Führungszeugnis beantragen. Sobald ich das erhalten habe, werde ich mit einer anderen Freiwilligen das erste Mal in die Einrichtung gehen und mir alles von ihr zeigen lassen und hoffentlich die ersten Bekanntschaften unter den Kindern schließen.

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