Kinderbetreuung in Harvestehude (Abschluss Stand 22.09.2017)

Zu Beginn des Seminars Refugees Welcome – aber wie? stellten wir uns die Frage, warum und inwiefern wir uns für Menschen mit Fluchthintergrund engagieren möchten. Wir kamen zu dem Schluss, dass ein Warum theoretisch kaum zu beantworten möglich ist und wir eine Begründung wohl nur in der Praxis finden werden.

Wir (Maria, Fiona, Linus und Paul) haben uns auf Grund von unserem gemeinsamen Erfahrungshintergrund in der Arbeit mit Kindern für die Tätigkeit in einer Kinderbetreuung entschieden und stießen auf die Flüchtlingshilfe in der Unterbringung von fördern und wohnen in Harvestehude, welche händeringend nach Freiwilligen sucht.

Nachdem Maria im letzten Blogeintrag über die Tätigkeit im Schulkinderclub berichtet hat, möchte ich abschließend zum Seminar noch einen weiteren Einblick in die Kinderbetreuung für Kinder von null bis sechs Jahren geben.

Die Termine sind zeitgleich zum Schulkinderclub von 16 bis 18 Uhr unter der Woche angesetzt und werden über eine WhatsApp-Gruppe und einen Doodle-Link organisiert. Leider sind zurzeit viele Freiwillige im Urlaub, und da es in unserem Bereich keine hauptamtlichen Mitarbeiter/innen gibt, bleibt den Eltern häufig die Chance verwehrt, an Angeboten ohne Kinder teilzunehmen.

Linus und ich mussten in letzter Zeit immer wieder feststellen, dass im Vergleich zum Beginn auch immer weniger Kinder zur Kinderbetreuung kommen. Dies mag daran liegen, dass es oft unklar ist, ob eine Betreuung stattfinden kann. Doch genau aus dieser Problematik heraus haben wir uns entschlossen auch nach Ende des Seminars weiter in Harvestehude zu helfen, weil der Bedarf augenscheinlich immer noch groß ist. Außerdem sehen wir, dass die Kinderbetreuung nicht nur die Eltern entlastet, sondern auch den Kindern hilft. Sie verstehen sich von Tag zu Tag besser untereinander, die sprachlichen Fähigkeiten steigen immer weiter und mittlerweile haben sich auch die meisten Berührungsängste den Freiwilligen gegenüber gelegt.

Die Frage, warum wir uns engagieren wollen, bleibt schwammig zu beantworten. Es ist mehr ein beidseitiges Gefühl, das uns in dem Wissen lässt, dass das, was wir tun, in irgendeiner Form gut sein muss und sowohl den Kindern als auch uns selber hilft.

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