Studie „Ehrenamt und Flüchtlinge in Hamburg“

Im Rahmen einer Kooperation zwischen „Refugees welcome – aber wie?“ und dem Grundkurs „Methoden der empirischen Sozialforschung“ im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg wurde im Sommersemester 2016 eine Studie „Ehrenamt und Flüchtlinge in Hamburg“ durchgeführt. Zwei Studierendenteams haben freiwillige Unterstützer/innen und Geflüchtete aus verschiedenen Initiativen, Vereinen und Einrichtungen in Hamburg befragt.

Der Grundkurs „Methoden der empirischen Sozialforschung“

Der Grundkurs „Methoden der empirischen Sozialforschung“ versteht sich grundsätzlich als ein Kernelement der akademischen Ausbildung in den Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Als Lehrangebot des Fachbereichs ist dieser Kurs für Bachelorstudierende des 2. Semesters konzipiert und setzt sich sowohl aus den Hauptfachstudiengängen der Politikwissenschaft wie auch der Soziologie zusammen. Vorrangiges Ziel dieses Kurses ist es, die Grundlagen der empirischen Sozialforschung, die theoretisch in vorherigen Vorlesungen behandelt wurden, in einem eigenen studentischen Forschungsprojekt einzuüben.

Hierzu sollten die Studierenden in Kleingruppen einen idealtypischen Forschungsprozess durchlaufen, indem sie eine eigene Forschungsfrage entwickeln. Diese sollte dann anhand einer eigenen Datenerhebung geprüft und im Rahmen einer schriftlichen Ausarbeitung (Hausarbeit) abgerundet werden. Dieser Forschungsprozess sollte dabei sowohl durch die wöchentlichen Seminarsitzungen als auch durch selbstorganisierte Tutorien begleitet werden. Der Dozent/Die Dozentin wie auch die Tutor/innen hatten jedoch weniger die Funktion, bloße Inhalte der empirischen Sozialforschung zu vermitteln, sondern die Studierenden von der Überlegung der Forschungsfrage bis zur praktischen Umsetzung zu unterstützen. Die Studierenden besuchten einmal wöchentlich das Seminar (2 Semesterwochenstunden), um – nach einer kurzen Einführung in die jeweiligen Forschungsabschnitte (z.B. Fragestellung entwickeln, Fragebogen erstellen, Auswertung der Ergebnisse etc.) – das eigene Projekt selbstständig in der Gruppe zu diskutieren und zu bearbeiten. Die begleitenden Tutorien waren dafür gedacht, weitere Probleme im Forschungsprozess mit den jeweiligen Tutor/innen zu besprechen, um daran anschließende Arbeitsschritte vertiefen zu können.

Auch im Jahr 2016 bot sich für diesen Grundkurs die Möglichkeit, die eigenen studentischen Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit hochschulexternen Partnerorganisationen und Partnerprojekten anderer Fakultäten der Uni Hamburg durchzuführen und an deren praktische Arbeit und Forschung anzulehnen. So beteiligten sich im Sommersemester 2016 zwei Gruppen aus dem Grundkurs „Methoden der empirischen Sozialforschung“ an einer Kooperation mit dem Studienprogramm „Refugees welcome – aber wie?“.  In den ersten beiden Seminarsitzungen einigten sich die beiden Forschungsgruppen auf ein Thema, das sich an Inhalten von „Refugees welcome – aber wie?“ orientierte. Die Studierenden entschieden sich dafür, die Frage nach dem Verhältnis zwischen ehrenamtlichen Helfenden und Geflüchteten zu untersuchen.

Durchführung und Ergebnisse der Studie

Fragebögen und Übersicht der befragten Einrichtungen und Initiativen

1. Befragung freiwillig in der Flüchtlingsarbeit Engagierter

2. Befragung geflüchteter Menschen in Hamburg

Einrichtungen und Initiativen, die an der Befragung teilgenommen haben
  • Freundeskreis Asyl in Bergstedt, Café International
  • Willkommensgruppe Eidelstedt, Café im Bürgerhaus Eidelstedt
  • Libertäres Zentrum, Schwarze Katze – Sprachunterricht
  • Welcome to Barmbek, Teestube in der Flüchtlingsunterkunft
  • private Initiative zur Betreuung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen
  • Initiative Menschenkinder, Sprachunterricht für geflüchtete junge Menschen
  • SpielScheune der Geschichten, Neuallermöhe
Projektarbeiten der beiden Teams

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