Abschlussbericht zum Fahrradprojekt (25. September 2017, Team 1)

Mit dem Projekt: „Fahrradfahren von Frauen für Frauen“ beabsichtigten wir, den Frauen ein Stück Freiheit zu schenken, indem wir ihnen die Möglichkeit geboten haben, in ihrer Freizeit eine neue oder gar völlig fremde Tätigkeit zu erlernen.

Herausforderungen

Herausfordernd war es in erster Linie, die Frauen in den Unterkünften zu erreichen. Wir haben drei Unterkünfte besucht. In einer der drei Unterkünften gelang es uns, erfolgreich Frauen für unser Projekt zu begeistern. Als wir in der Unterkunft waren, haben wir zufälligerweise zwei kleine Jungen kennengelernt, welche wir von unserem Projekt erzählten. Diese waren sehr hilfsbereit und unterstützten uns bei der Suche in der Unterkunft nach potenziellen Frauen für unser Projekt.

Nach erfolgreicher Suche trafen wir uns regelmäßig mit den Frauen. Unseren Treffpunkt hatten wir in Wilhelmsburg. Dort haben wir uns am HVV-Fahrradstand Fahrräder ausgeliehen, mit denen wir den Frauen das Fahrradfahren beigebracht und ermöglicht haben. Eine weitere Herausforderung war das Wetter. Dieses war meist sehr stürmisch und regnerisch.

Das Highlight im Semester

Ein Highlight, welches wir sehr gerne teilen möchten, war eine Frau, der es nach viel Übung gelang, ohne unsere Hilfe Fahrrad zu fahren. Es war toll, dass nicht nur ältere Damen in unserem Projekt teilgenommen haben, sondern auch kleine Mädchen – die sich seit einer Woche in Deutschland befanden und schon in unserem Projekt dabei waren. Traurig war, als eine Frau nicht mehr teilnehmen konnte, da ihr Mann plötzlich verstarb. Dies war ein sehr trauriger Moment für uns als Gruppe und für die kleine Familie. Zugunsten der anderen Teilnehmerinnen haben wir das Projekt weitergeführt.

Ein Vorteil für uns war es, dass wir viele Leute im Projekt waren. Dadurch hatten wir die Chance eine Einzelbetreuung zu gewährleisten. Dieses war auch notwendig, da ältere Damen immer zu zweit betreut werden mussten. Das Fahrrad musste von beiden Seiten festgehalten werden. Es war eine große Erleichterung, dass man die Fahrräder je nach Bedarf verstellen konnte.

Rückblick: Was hat das Projekt bewirkt?

Abschließend kann man sagen, dass das Projekt nicht nur den Frauen das Fahrradfahren beigebracht hat, sondern ihr Charakter gestärkt wurde. Man merkte, dass die Frauen durch ihr Auftreten selbstbewusster geworden sind. Wir sprechen gerne von Freiheitsermöglichung, da es vielen Frauen in ihrer Heimat nicht gestattet war, Fahrrad zu fahren. Durch unser Projekt haben sie somit die Möglichkeit bekommen, sich hier in Deutschland zu entfalten. Es fanden insgesamt fünf Termine statt, die wir mit Fotos und teilweise auch Videos festgehalten haben.

Dadurch, dass wir den Frauen das Fahrradfahren näher gebracht haben, haben wir ihnen somit den Zugang in die Gesellschaft erleichtern können. Sie wurden durch das Erlernen vom Fahrrad mobilisiert. Es wurde ein Unterschied zu ihrer Heimat geschaffen, da sie nicht mehr auf ihre Männer angewiesen sind. Sie können sich nun selbstständiger und unabhängiger von einem Ort zum anderen bewegen.

Es ist eine gute Möglichkeit in der Gesellschaft anzudocken, da sie sich bis dato meist noch nicht in der Gesellschaft entfalten konnten.

Ausblick: Wie geht es weiter?

Unser Projekt wird im kommenden Semester nicht weitergeführt, aber dadurch, dass wir den Frauen ein Stück von unserem Wissen mitgegeben haben, sind wir fest davon überzeugt, dass sie andere Frauen zur Verselbstständigung in der Gesellschaft ermutigen werden.

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