Fit fürs Rad – ein Ausflug (Zwischenstand, 22. Juli 2017, Team 2)

Fahrradausflug Süderdelbe

Seit dem letzten Blogbeitrag ist so einiges passiert: Susanne Franke, Leiterin des Vereins „Nutzmüll e.V.“, leitete unsere Kontaktdaten an die Fahrrad-Fit-Werkstatt in Barmbek weiter, die sich relativ frühzeitig bei uns meldeten und wir rasch ein Kennenlern-Termin ausmachten, sodass wir unser Projekt nochmal mündlich erklären konnte. So machten wir uns auf dem Weg nach Barmbek, wo uns bereits Nico Schmidt erwartete und sehr begeistert von unserem Projekt war. Er schlug vor, dass wir uns zusammen mit den geflüchteten Frauen vor Ort treffen sollten, damit wir die Fahrräder passend einstellen könnten und jede Frau ein für sie passendes Fahrrad bekommen würde.

Laufen und Radfahren verbinden?

Bis zu unserem Abholtermin der Fahrräder blieben uns zwei Wochen, sodass wir uns ziemlich sicher waren, dass wir in den zwei Wochen auf jeden Fall Kontakt zu der Laufgruppe aus dem Seminar herstellen und demnach unsere Projekte miteinander verbinden könnten.

Leider kam dann der G20-Gipfel dazwischen, sodass der eine Lauftermin am Freitag abgesagt wurde und wir erst am Dienstag darauf die Möglichkeit bekamen, sie auf unsere Projektidee anzusprechen. Unglücklicherweise war die Gruppe weder im Seminar noch in der Vorlesung anwesend, sodass wir sie per Mail angeschrieben haben. Die Mail ist wahrscheinlich irgendwie untergegangen, da wir keine Antwort bekamen. Daher kamen bei uns langsam Zweifel hoch. Wie soll ein Fahrrad-Projekt stattfinden, wenn wir zwar Fahrräder haben, aber keine geflüchteten Frauen, die Fahrrad fahren wollen?

Erstaufnahme in Hamburg-Neugraben

So wie der Zufall es will, bekam Katharina eine WhatsApp-Nachricht von Mohammed, mit dem wir im letzten Semester die Schreibwerkstatt geführt haben. Er fragte, wie es uns so ginge und wollte wieder was mit uns unternehmen. So kamen wir auf die Idee, einfach mal in dem Flüchtlingslager, wo Mohammed sich befand, von unserem Vorhaben zu erzählen und auf eine positive Antwort zu hoffen. Da wir im letzten Semester schon mit der Erstaufnahme in Hamburg-Neugraben gearbeitet haben, kannte uns die Einrichtungsleiterin und fand unsere Idee gut. Da viele Familien dort wohnen, gab es auch viele Kinder, die mit ihrem Rad unterwegs waren, sodass wir passende Fahrräder fanden, gerade weil die geflüchteten Frauen auch nicht so groß waren.

Auffrischung Fahrradfahren

Dadurch, dass wir schon ein paar Familien dort kannten, fanden wir vier Frauen, die Interesse an dem Projekt hatten. Die Frauen selbst meinten, dass sie schon früher gern Rad gefahren sind, dass sie aber, seit sie hier in Deutschland sind, gar nicht mehr daran gedacht haben. So machten wir ein Wochenende aus (21.07.2017 + 22.07.2017), an dem wir unser Projekt durchführen wollten.

Zunächst fuhren wir ein paarmal mit den Frauen ein paar Runden (wir brachten selbstverständlich auch unsere eigenen Räder mit), sodass die Frauen sich wieder an das Gefühl gewöhnen konnten. Leider war am Freitag das Wetter nicht so gut, sodass wir beschlossen, ein paar kleine Spiele zu spielen, die uns damals die Verkehrspolizistin Frau Keller vorgeschlagen hatte.

Radtour Süderdelbe

Am folgenden Tag haben wir eine kleine Radtour an der Süderelbe gemacht, da das Wetter sehr angenehm war. Wir fuhren von Neugraben-Fischbek Richtung Neuwiedenthal und machten schließlich in Hamburg-Harburg eine längere Pause. Außer ein paar Sprachproblemen gab es Gott sei Dank keine Komplikationen.

Insgesamt sind die beiden Tage sehr friedlich verlaufen, jedoch fanden wir es schade, die Gruppe nur auf Frauen zu begrenzen, da viele kleine Kinder und auch die Ehemänner mit dabei sein wollten. Wir fanden dies jedoch nicht so passend, da die Frauen sich dadurch vielleicht unter Druck gefühlt hätten und sich der Geschwindigkeit der Kinder zum Beispiel nicht hätten anpassen können.

Rückblick

Die zwei Tage haben uns besonders Spaß gemacht und gerne würden wir so etwas öfter machen, doch da Ann-Kathrin fertig mit ihrem Studium ist und Emel und Katharina sich im nächsten Semester im Ausland befinden, wird eine Weiterführung von uns leider nicht möglich sein. Insgesamt würden wir zu dem Projekt sagen, dass wir am Ende wirklich Glück im Unglück hatten, da viele organisatorische Sachen leider schiefgelaufen sind. Das Schönste an unserem Projekt waren aber die strahlenden Gesichter von den Frauen und das gute Wetter am Freitag.

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