Category Archives: Ugandas Migrationspolitik

Die Reportage soll eine ehrliche und kritische, aber nicht pessimistische Darstellung werden

Momentan befinde ich mich mitten im Schreibprozess der Reportage. Ich habe mich dazu entschieden, weniger auf wissenschaftliche Aspekte und empirische Arbeit einzugehen, sondern den Fokus mehr auf meine persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen zu lenken.

Ich habe mir viel Zeit für eine gründliche Recherche genommen und diese Ergebnisse mit meinen persönlichen Eindrücken verglichen. Es soll eine ehrliche, kritische, aber nicht pessimistische Darstellung der Situation in Uganda werden. Ich musste feststellen, dass sich dadurch der Schreibprozess herausfordernder gestaltet, als ich ihn eingeschätzt habe. Es muss eine gute Mischung aus recherchierten Fakten, eigenen Beobachtungen und angemessen wiedergegebenen Meinungen meiner Interview-Partner werden. Und schön anhören muss es sich auch noch. Gar nicht so einfach.

Ich habe mich außerdem dazu entschieden den Text auf Englisch zu verfassen, damit ihn auch meine ugandischen Freundinnen und Freunde verstehen können. Ich habe einen hohen Anspruch an dieses Projekt und möchte mir ausreichend Zeit nehmen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Es wird noch ein bisschen dauern, aber dafür wird die Reportage um so besser. Vielleicht ergibt sich auch die Zusammenarbeit mit einem Online-Magazin. We will see!

Zurück aus Uganda

Ich bin nun seit über einer Woche wieder in Hamburg. 1 Monat in Uganda voller besonderer Eindrücke, interessanter Begegnungen und einzigartiger Erlebnisse liegen hinter mir. Meine Reise führte mich unter anderem durch das Nakivale Refugee Settlement im Südwesten Ugandas. Hier habe ich die Möglichkeit bekommen, eine Schulklasse der lokalen UN-High School zu besuchen und mit einigen jungen Geflüchteten aus Ruanda, Buruni, Süd-Sudan und dem Kongo über ihre Erlebnisse zu sprechen.

Es ist mir gelungen, auf meiner Reise durchaus verschiedene Meinungen zu der aktuellen Migrationspolitik Ugandas einzufangen. Nun geht es darum, diese unterschiedlichen Perspektiven in Relation zu setzen und mit anderern (wissenschaftlichen) Quellen abzugleichen. Hier bedarf es allerdings noch weiterer Recherche. So werde ich versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die offene Migrationspolitik Ugandas als Vorbild oder Vorwand zu interpretieren ist.

Nach dem Abschluss der Reportage werde ich versuchen, ein passendes Medium für die Veröffentlichung zu finden. Erste Ansätze wären in diesem Fall das „Flüchtling Magazin“ oder das „Netzwerk Flüchtlingsforschung“.

Was ich vorhabe…

In Uganda, einem der ärmsten Länder der Erde, bekommen Flüchtlinge bei ihrer Ankunft von der Regierung einen halben Hektar Land geschenkt. Sie dürfen arbeiten, ein Haus bauen, sich frei bewegen und ein neues Leben beginnen. Alles ganz und gar nicht selbstverständlich, wenn man sich die Migrationspolitik anderer Staaten anschaut. Mittlerweile leben rund 1,3 Millionen Flüchtlinge im Land, hauptsächlich aus dem Südsudan und der DRC. Continue reading