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MSO Simret – Vereinsgründung erfolgreich!

Die ereignisreiche letzte Zeit: Seit dem letzten Eintrag hat sich in meinem Projekt viel getan. Noch vor Weihnachten bekamen wir die auf Tigrinya übersetzte Satzung des Vereins wieder. Die Übersetzung dieses Schriftstücks erschien uns als ein weiterer wichtiger Schritt, um die grundlegenden Zielsetzungen und Strukturen des Vereins für alle Mitglieder vollkommen transparent zu machen.

Um mir weitere Ratschläge und Hilfestellungen für die Vereinsgründung zu holen, suchte ich am 14.12.2017 ein eritreisches Netzwerktreffen auf. Erstaunlicherweise stellte sich heraus, dass die Veranstalterin und ich die einzigen Teilnehmerinnen waren. In dieser Konstellation bestand jedoch mehr Raum für eigene Anliegen und Fragen. So erfuhr ich vieles über den dortigen Verein sowie Hintergrundinformationen zur eritreischen Kultur und Politik. Auch wurde ich über viele eritreische Restaurants, Treffpunkte, sowie andere Vereine informiert. Ich bin mir sicher, dass diese Anlaufstellen für unseren Verein in Zukunft hilfreich sein werden.

Ich erfuhr, dass mindestens ein weiterer Verein in Hamburg ähnliche Ziele verfolgte und sich somit als ein sinnvoller Kontaktpartner erweisen könnte. Am 13.01.2018 gelang es uns dann endlich den Verein ins Leben zu rufen. Nachdem einige Minuten vergingen, waren alle benötigten sieben Teilnehmer vor Ort. Während Ulli die Sitzung leitete, half Al-amin bei der Übersetzung wichtiger Themen. Ich hatte den Job das Protokoll zu führen und notierte somit, wer das Amt des Vorstandes, des Kassenwarts und des Schriftführers übernahm.

Es war eine schöne Erfahrung zu sehen, wie glücklich auch die Teilnehmer über diesen Fortschritt waren. Als nächsten Schritt haben wir uns nun vorgenommen eine Veranstaltung zu organisieren, bei der zum einen Spenden an den Verein „hiwam“ gesammelt werden sollen und zum anderen der neu gegründete Verein „Simret“ vorgestellt werden soll.

Insgesamt bin ich mit dem Fortschritt meines Projektes durchaus zufrieden. Ab und an zweifelte ich daran, dass die Gründung des Vereins vollzogen werden würde. Umso schöner ist es, diesen Schritt nun getan zu haben. Meine Ziele konnte ich aus diesem Grund nicht alle erreichen. Aber ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Monaten bereits die ein oder andere Veranstaltung zusammen organisieren können.

Wir müssen ein neues Treffen zur Vereinsgründung vereinbaren

Seit dem letzten Bericht ist in der Vereinsgründung leider nicht so viel passiert, wie ich es mir erhoffte. Am Sonntag, den 19.11 war in der „Welcome Lounge“ das offizielle Gründungstreffen geplant. Da ich an dem Tag einen wichtigen Termin hatte, war ich leider verhindert. Hannah und Ulli berichteten mir im Nachhinein, dass viele der Mitglieder zu spät kamen und einige Personen, welche ein bestimmtes Amt übernehmen wollten, gar nicht erst kamen.

Der Vorgang der Vereinsgründung sieht vor, innerhalb einer Mitgliederversammlung mindestens 7 Mitglieder zu vereinen und dabei den Vorsitzenden (eventuell einen zweiten), den Schriftführer und den Kassenwart zu ernennen. Dieses Treffen muss nun erneut geplant werden. Somit lautet nun die nächste Aufgabe einen neuen und verbindlichen Termin zu finden.

Ein positives Erlebnis der letzten zwei Wochen war die Teilnahme an einer Demonstration gegen das Eritreische Regime am 11. November. Auf der ganzen Welt wurden in diesem Zeitraum Demonstrationen aufgrund einer aktuellen Inhaftierung eines 90-jährigen Imams gestartet. Um meine Solidarität zu bekennen, war es mir eine Freude, die Eritreer von der Sternschanze bis zum Hauptbannhof zu begleiten. Aufgrund der guten Vorbereitung von Marvin und Alamin, waren wir mit vollem Equipment ausgestattet. Mit vielen lauten Sprüchen wie „down down Isaias“, „Freedom for Eritrea“ und einigen Flyern, die Nola und ich am Donnerstag zuvor vorbereitet hatten, sorgten wir in der Hamburger Innenstadt für Aufmerksamkeit.

Des weiteren half ich in den letzten Wochen den Kollegen im Büro der „Welcome Lounge“. Dort schrieb ich, zusammen mit Nola einige Briefe an Jobzentren und Anwälte.

Was wir vorhaben…

Die Projektidee von Laura und mir besteht darin, einen Verein mit eritreischen Geflüchteten zu gründen. Innerhalb der Arbeit in der „Welcome Lounge“ wurde uns schnell die politische Engagiertheit der Eritreer bewusst. Wir starteten also einige Treffen, um Wünsche und Ziele der Eritreer zu besprechen. Zusammen mit Ulli bereiteten wir daraufhin eine Satzung vor.

In der nächsten Zeit gilt es nun den Verein offiziell zu gründen und alle restlichen formellen Angelegenheiten zu erledigen. Der nächste Schritt ist dann die Organisation von Veranstaltungen. Dafür ist es wichtig, regelmäßige Treffen zu planen, um sich in der Gruppe auszutauschen.

Das Projektziel ist es, unterschiedliche Kulturen zusammenzubringen und auch hier in Hamburg über die Missstände in Eritrea aufmerksam zu machen. Diskussionsrunden, Vorträge sowie gemeinsame Aktionen sollen dafür den nötigen Raum schaffen. Zudem wäre es schön einen stärkeren Zusammenhalt in der Gruppe zu erreichen.