Category Archives: Filmprojekt „Werte Gemeinschaft“ – 2

Rückblick auf das Wintersemester 2017/18

Zusammenfassung unserer Arbeit:

Unsere Arbeit im Filmprojekt lässt sich in vier Schritte aufteilen, die Planung und Einteilung der Arbeitsschritte, die Erstellung des Fragebogens, die Organisation der Interviews inklusive Akquirierung der Interviewpartner und das Schneiden und Zusammenstellen des Films. Im Folgenden beschreiben wir unsere Arbeit detaillierter.

 1) Planung

In den ersten Sitzungen haben wir uns gemeinsam überlegt wie der Film aussehen soll, welches Konzept dahinterstehen soll (Dokument angehängt) und wie wir die Umsetzung planen. Wir entschieden uns für einen Film auf Interviewbasis. Es sollte die Menschlichkeit und die Einzigartigkeit der Menschen in den Vordergrund gestellt werden. Die Fragen sollten keine biografischen Daten beinhalten um die Anonymität zu bewahren. Ziel des Films ist es die Werte und Gedanken der Menschen zu zeigen ohne dabei einen Unterschied erkennbar zu machen wer einen Fluchthintergrund hat und wer nicht. Das soll Vorurteile abbauen und den Menschen das Attribut „Flüchtling“ nehmen, welches leider schon ein vorgefertigtes Bild in vielen Köpfen hervorruft.  Während des Interviews entschieden wir uns für die festen Rollen von: Kamera & Tontechnik: Carl und Tronje; Interviewdurchführung: Estefania und Janine, Regie: Tjark. Für die Planung war in den ersten Wochen ein wöchentliches Treffen je einen ganzen Nachmittag angesetzt in der wir das weitre Vorgehen, sowie die Fragen des Fragenkatalogs festlegten.

2) Erstellung des Fragenkatalogs

Der Fragenkatalog bestand aus ein paar Aufwärmfragen über ihr Befinden, ihre Beschäftigung am Vorabend und einige kurze Fragen über persönliche Präferenzen, um die Interviewpartner in ein angenehmes Gespräch zu verwickeln. Darauf folgten die richtigen Fragen:

  • Was macht Menschen aus?
  • Was bedeutet Freundschaft für dich?
  • Hast du Spaß am Tanzen?
  • Was erwartets du vom Leben?
  • Hast du Angst zu sterben?
  • Wovor läufst du davon?
  • Was bedeutet Freiheit für dich?
  • Was hälst du von Deutschland?
  • Wen vermisst du?
  • Fühlst du dich von den Medien beeinflusst?
  • Bist du verliebt?
  • Was ist dir im Leben wichtig?
  • Was treibt Menschen auseinander?
  • Was unterscheidet dich von anderen Menschen?
  • Kannst du gut Witze erzählen? (Wenn ja, dann erzähl uns einen)

3) Interviewpartner akquirieren & interviewen

Nachdem der Fragebogen feststand, machten wir uns auf die Suche nach Menschen, die bereit waren sich interviewen zu lassen. Nicht-geflüchtete Menschen die sich interviewen ließen fanden wir unter unseren Kommiliton_innen und Freund_innen. Um eine große Diversität im Faktor Alter hineinzubringen interviewten wir auch einige ältere Menschen, welche wir aus der Ringvorlesung der Veranstaltung gewinnen konnten. Um geflüchtete Menschen zu interviewen gingen wir in Unterkünfte, Refugee- Austausch- Cafés und Organisationen die Unterstützung für Geflüchtete anbieten. Interviewt wurde an vier Samstagen, an denen wir von 10:00 bis 18:00 Uhr einen Raum in der Uni buchten und die Interviewpartner hintereinander zu ihrem persönlichen Interviewtermin einluden. Wir bereiteten das Setting mit Tisch, Stuhl und schwarzem Hintergrund vor um alle Interviewpartner vor einem gleichen Hintergrund zu filmen. Die Kamera haben wir mit Hilfe eines wissenschaftlichen Mitarbeiters der Uni aus dem Rechenzentrum ausgeliehen.

4) Schneiden und Zurechtlegen des Films

Nachdem genügend Material gesammelt wurde muss der Film zusamengestellt werden. Das bedeutet, dass die „besten“ Antworten ausgewählt werden müssen und zu einem lückenlosen Film zusammengeschnitten werden.  Dieser Schritt steht noch aus.

5) Erste Vorführung

Für die Veröffentlichung des Films ist eine Vorführung im Alsterhaus geplant. Die Kooperation mit den zuständigen Mitarbeitern läuft.

Schon 11 Interviews sind auf Video aufgezeichnet!

Am Samstag, den 13. Januar 2018 haben wir das erste Mal Interviews geführt. Von 10 bis 18 Uhr haben wir in einem Raum der Uni die Interviews mit insgesamt 11 Leuten geführt. Die nächsten zwei Samstage sind auch komplett für das Aufnehmen / Durchführen der Interviews geblockt.

In der Zwischenzeit steht noch die weitere Akquise von Interviewees an. Ab Februar werden dann die besten Antworten geschnitten und mit ein paar Extraszenen und Untertiteln in Arabisch zu einem Film zusammengeschnitten.

Suche nach Interviewpartnern

Bis zum 13. Dezember hatten wir das Konzept und die Fragen für das Interview erarbeitet und machten uns daran, uns zu überlegen, wie wir an Interviewteilnehmer kommen. Bei Nichtgeflüchteten war es leicht, da wir unsere Kommiliton_innen fragten.

Wir machten uns auf die Suche nach Geflüchteten, indem wir die Unterkünfte, Werkstätten, die mit Geflüchteten arbeiten, besuchten, Cafés aufsuchten, in denen man mit Geflüchteten sprechen kann etc. Dort haben wir versucht, die Leute von unserer Idee zu überzeugen. Um eine möglichst hohe Diversität zu haben, haben wir uns auch vorgenommen, ältere Menschen zu fragen.

Die Kameraausrüstung des Rechenzentrums haben wir uns mit freundlicher Genehmigung durch einen dozierenden Mitarbeiter der Uni ausgeliehen.

Was wir vorhaben

In unserem Projekt werden wir einen Dokumentarfilm drehen der auf der Grundlage von Interviews mit geflüchteten und nicht geflüchteten Menschen die Vielfalt der Menschheit als auch die Gemeinsamkeiten aufzeigt. An dem Projekt arbeiten Carl, Estefania, Tronje, Tjark und Janine aus dem Seminar zusammen. Bis zum Semesterende haben wir einen vollständig geschnittenen Kurzfilm in Eigenregie produziert und auch eine Möglichkeit gefunden, ihn der breiten Masse zugänglich zu machen gegebenenfalls aufzuführen. Bisher haben wir Kontakte von Menschen akquiriert, über die wir an Geflüchtete herankommen, um diese zu interviewen. Wir haben zudem einen Fragenkatalog für die Interviews erstellt und die Aufgaben innerhalb der Gruppe eingeteilt. Als nächstes erarbeiten wir das Konzept des Films, die Visualisierungen/ künstlerischen Effekte und werden danach die ersten Interviews vorbereiten.