Category Archives: Migration, Demokratie und praktische Probleme der Geflüchtetenarbeit

„Welcome United“-Demo in Berlin – Redebeitrag von Marvin Jammermann

Hallo Ich bin Marvin und komme aus Hamburg, um heute zu euch sprechen zu dürfen!

Erst einmal vielen Dank an Welcome United für diese großartige Demonstration und auch danke an euch alle, die heute zusammengekommen sind, um die deutsche Abschiebe- und Abschottungs-Politik zu kritisieren.

Continue reading

Abschlussbericht zum Projekt Migration, Demokratie und praktische Probleme in der Geflüchtetenarbeit

Seit der letzten Präsentation habe ich mich tiefer mit der Thematik Migration und Demokratie sowie deren Konsequenzen für die Gesellschaft beschäftigt. Mein Fokus bei dieser Betrachtung lag insbesondere auf dem transformativen Potenzial, welches Migration mit sich bringt und wie dadurch gesellschaftliche Konzeptionen wie Staatsbürgerschaft und Wahlrecht sich verändern können.

Ich habe nach der Demonstration der eritreischen Geflüchteten von Welcome-to-Barmbek an einer weiteren Demonstration von „Welcome United“ in Berlin teilgenommen, um auch dort über die Chancen von Migration und politischer Partizipation von Geflüchteten zu sprechen. Auch dort fiel mir auf, dass der Wille zur politischen Meinungsäußerung insbesondere bei Geflüchteten extrem stark ausgeprägt ist, was man an der hohen Teilnehmerzahl geflüchteter Personen bei der Demonstration erkennen konnte. Dieses Bedürfnis zur gesellschaftlichen Teilhabe von Geflüchteten zu erforschen bildete mein Interesse zur Gründung meines Projektes. In diesem Sinne habe ich meine Projektziele erreicht und möchte diese in meinem weiteren Studium intensivieren.

Continue reading

Sollte es ein allgemeines Recht auf Einwanderung geben? Essay von Marvin Jammermann

Einleitung

In diesem Essay möchte ich die Frage beantworten, ob es ein Recht auf Einwanderung geben soll. Dieses Recht auf Einwanderung kann nur als globales Recht, also als eine Erweiterung der Menschenrechte verstanden werden, um nicht der Inkonsequenz zum Opfer zu fallen.

Ein Recht jeglicher Art kann in diesem Kontext nur dann legitimiert werden, wenn es nicht die Rechte anderer Menschen einschränkt oder diese dadurch erheblichem Schaden ausgesetzt sind (vgl. Kant 1797: „Eine jede Handlung ist recht, die oder nach deren Maxime die Freiheit der Willkür eines jeden mit jedermanns Freiheit nach einem allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann.“ aus: Die Metaphysik der Sitten, Erster Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre). Bei der Frage nach einem Recht auf Einwanderung muss also abgewogen werden, ob durch dieses Recht Schaden für Nationalstaaten und ihre Bürger entsteht, oder ob nur „bestehende Privilegien und Exklusionen gegen die berechtigten Ansprüche von `Neuankömmlingen`“ (Celikates 2015, 236), durchgesetzt werden sollen und damit nicht auf einen existenziellen Schaden bei der betroffenen Bevölkerung reagiert wird. Continue reading

Demonstration „Unabhängigkeit für Eritrea, nieder mit Asis Afoworki“ am 21. Mai 2017

Im Rahmen der Demonstration „Unabhängigkeit für Eritrea, nieder mit Asis Afoworki“, organisiert von einer Gruppe von eritreischen Geflüchteten in Hamburg und Helfer/innen der Initiative Welcome to Barmbek am 21.05.2017, entstand nachfolgender Redebeitrag, welcher um 15:30 Uhr am Rathaus Hamburg kundgegeben wurde. An der Demonstration waren ca. 150 Teilnehmer/innen beteiligt, die friedlich und ohne Vorkommnisse ihre Rechte auf Selbstbestimmung und Freiheit einforderten und den eritreischen Diktator Asis Afoworki zum Rücktritt aufforderten. Die Stimmung war die ganze Demonstration über sehr freudig und mitreißend. Über 100 eritreische Geflüchtete schrien über 2 Stunden ihre Parolen in die Straße: „We need Freedom“ sowie „Down, Down Dictator“, ohne müde zu werden. Continue reading