fördern und wohnen Rodenbeker Straße – Wohnunterkunft in Bergstedt

Die Wohnunterkunft in der Rodenbeker Straße ist eine Folgeunterbringung in der Trägerschaft von fördern und wohnen, Anstalt öffentlichen Rechts (AÖR). Sie hat eine Kapazität von 364 Plätzen. Die Standortleitung erläuterte in einem ausführlichen Gespräch zunächst die einzelnen Stationen im Asylverfahren – um dann auf die Herausforderungen im Alltagsgeschäft des UKSM, Unterkunft- und Sozialmanagements in der Einrichtung zu sprechen zu kommen.

Unter den insgesamt 360 Bewohner/innen sind sehr viele Familien. Zwei bis drei Familien wohnen in einer Wohneinheit zusammen. Der Betreuungsschlüssel ist in der Folgeunterbringung verhältnismäßig niedriger als in Erstaufnahmen. Das Spektrum von Beratung und Unterstützung aber ist bleibend breit: Bearbeitung und Verwaltung der Bewohnerakten, Verweisberatung, Vereinbarung von Arztterminen, psychische Beratung und Vermittlung an Experten, Streitschlichtung, Suche nach Nachhilfelehrern… Vor allem sei es ziemlich schwierig, Plätze in KiTas und Grundschulenfür die Kinder zu organisieren. 

Im Gegensatz zur Erstaufnahme gibt es em Eingang zur Wohnanlage keinen Sicherheitsdienst und keine externe Versorgung mit Mahlzeiten. Die Bewohner/innen können in ihren Zimmern selbst kochen. Der nächste Schritt in selbständiges Wohnen wäre der Bezug einer privat angebotenen Mietwohnung – oder die Unterbringung in so genannten UPW – Unterkünften mit Perspektive Wohnen, die in jedem Stadtteil entstehen sollen.

Im Anschluss an den Austausch mit der Standortleitung hatten wir Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch mit Bewohnern. Da die Unterkunft sehr weit abgelegen ist, wurden verschiedene Ideen entwickelt, die jungen Männer mal in die Stadt zu locken – zur Laufrunde um die Alster, die ein Studierendenteam wöchentlich veranstaltet, zum gemeinsamen Picknick am Ende des Semesters, oder auch zum Gärtnern auf dem Gelände in Bergstedt. Vielleicht ergibt sich noch mehr!

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