Author Archives: Nele Deutschmann

Suche nach Interviewpartnern

Bis zum 13. Dezember hatten wir das Konzept und die Fragen für das Interview erarbeitet und machten uns daran, uns zu überlegen, wie wir an Interviewteilnehmer kommen. Bei Nichtgeflüchteten war es leicht, da wir unsere Kommiliton_innen fragten.

Wir machten uns auf die Suche nach Geflüchteten, indem wir die Unterkünfte, Werkstätten, die mit Geflüchteten arbeiten, besuchten, Cafés aufsuchten, in denen man mit Geflüchteten sprechen kann etc. Dort haben wir versucht, die Leute von unserer Idee zu überzeugen. Um eine möglichst hohe Diversität zu haben, haben wir uns auch vorgenommen, ältere Menschen zu fragen.

Die Kameraausrüstung des Rechenzentrums haben wir uns mit freundlicher Genehmigung durch einen dozierenden Mitarbeiter der Uni ausgeliehen.

Irgendwo zwischen Heimat und Willkommen

Der Rückblick auf den interkulturellen Abend im November 2017 lässt den grauen Januar erstrahlen: Schon seit einiger Zeit hatten Said und ich einen Kochabend geplant. Bisher scheiterte es leider immer an Zeitmangel. Eines stand allerdings fest – wir wollten „Ghorme Sabzi“ kochen. „Ghorme Sabzi“ ist ein traditionelles, iranisches Gericht, das aus Bohnen, Kräutern und Lammfleisch besteht. Ähnlich wie ein Eintopf kocht „Ghorme Sabzi“ ziemlich lange und wird mit verschiedensten Gewürzen verfeinert.

Wir trafen uns also an einem Dienstagabend und schmiedeten einen Plan. Wir erstellten eine Facebook-Veranstaltung, die sich schnell auf einen Umfang von circa 30 Leuten erweiterte. Per Zusage war man verbindlich angemeldet, so dass Said und ich die Menge der Lebensmittel abschätzen und einkaufen gehen konnten. Gemeinsam mit Farhad, einem guten Freund von Said, machten wir uns also auf den Weg zum Steindamm. Said und Farhad wählten die Zutaten für das Essen sorgsam aus und bewerteten mit kritischen Blicken die Qualität der einzelnen Waren. Mit voll gepackten Einkaufstüten liefen wir nach Hause.

Am nächsten Tag begann die Kochsession. Ich versuchte Said und Farhad so gut es ging zu helfen, doch nach relativ kurzer Zeit stellte sich das als unmöglich heraus. Said und Farhad wechselten sich in performanceähnlichen Bewegungen mit Gemüseschneiden, Rühren und Reiskochen ab, bis der Raum einen wunderbar würzigen Duft erhielt. Nach ganzen vier Stunden war das Essen fertig.

Der Raum war bis zum Anschlag gefüllt mit Freunden, jungen und alten Gästen, Iraner*innen und Deutsche, Student*inne und Arbeiter*innen. Said, Farhad und ich verteilten das Essen auf Papptellern und leerten im Handumdrehen drei große Töpfe Ghorme Sabzi. Am Ende saßen wir zu dritt inmitten von leuchtenden Augen, begeisterten Gästen und Wortfetzen irgendwo zwischen Heimat und Willkommen.

Ich habe selten so einen wunderschönen Abend wie diesen erlebt. Wir hatten es geschafft, 30 verschiedene Leute (von denen sich die Hälfte zum ersten Mal dort traf) zusammenzubringen und eine fast familiäre Atmosphäre zu erzeugen. Am Ende waren alle glücklich und freuen sich jetzt schon auf den nächsten interkulturellen Kochabend.

Queere Themen haben hohe gesellschaftliche und politische Relevanz

Seit dem letzten Bericht und dem wöchentlichen Zusammenkommen sind einige Freundschaften entstanden, so dass auch außerhalb des regelmäßigen Rahmens gemeinsame Freizeitaktivitäten unternommen wurden. Es ist wirklich schön zu sehen, dass man sich dabei auf einer Augenhöhe begegnet und mögliche Hierarchiegefälle in keinster Weise vorhanden sind.

Außerdem ist positiv hervorzuheben, dass ich zwischen meinem ersten Treffen und dem jetzigen Zeitpunkt noch viel integrierter in die bisherig bestehende Gruppe bin, was mir ein gutes Gefühl vermittelt. Die aufgebaute Vertrauensbasis schafft weitere Ebenen für neue und intimere Gesprächsthemen, die auf beiden Seiten sehr bereichernd sind.

Immer wieder wird mir dabei die gesellschaftliche und politische Relevanz queerer Themen bewusst, die es der Gesamtgesellschaft noch stärker zu verdeutlichen gilt.

Wenn der nächste Behördengang bei einer Person ansteht, möchte ich diesen begleiten und damit auf neues Terrain begeben. Aufgrund sprachlicher Probleme sind vor allem bei Behördengängen deutschsprachige Begleitungen erwünscht. Durch einen solchen Behördengang und die Auseinandersetzung mit deutscher Bürokratie und deutschem Recht erhoffe ich mir Neues zu lernen und mir langfristig Expertise anzueignen.

Zusätzlich werde ich noch weitere Aufkleber in der Nähe von Gemeinschaftsunterkünften verteilen, um auf den queeren Support aufmerksam zu machen.

Erst keiner, dann einer und am Ende ganz viele

Erst keiner, dann einer und am Ende ganz viele. So in etwa begann der Spielvormittag mit den Kindern in der Einrichtung fördern & wohnen am Samstagvormittag. Für zwei aus unserem Refugees-Welcome-Team war es der erste Spielvormittag. Die Kinder trudelten nach und nach – mal alleine, mal mit dem kleineren Geschwisterchen – in die Wohnung ein und spielten direkt mit uns oder den vorhandenen Spielzeugen.

In einem der beiden Räume konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Gemeinsam haben wir mal mit nur zwei Kindern, mal mit gleich acht Weihnachtskarten gebastelt, die sie am Ende mit nach Hause genommen haben.

Tut tut tut die Eisenbahn … In dem anderen Spielzimmer haben wir eine Holzeisenbahn aufgestellt, mit der die Kinder und auch wir spielen konnten. Sie diente sowohl als Zeitüberbrückung, während einige Kinder auf die nächste Spielrunde warteten, als auch als kleine Attraktion inmitten des Raumes.

Da das Alter der Kinder zwischen 3 und 14 Jahren lag, bestand die Schwierigkeit darin, alle Kinder angemessen zu beschäftigen. Dadurch, dass wir zu viert waren, war es aber machbar. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns auf „Memory“ und „Das verrückte Labyrinth“ geeinigt und es mehr oder weniger nach den Spielregeln gespielt. Denn da kamen wir an „unsere pädagogischen Grenzen“, da wir ja keine Ausbildung in diese Richtung haben. Wie tröste ich die jüngste Spielerin und erkläre ihr, dass es gar nicht schlimm ist, zu verlieren? Wie erklärt man am besten, dass Schummeln für alle Beteiligten doof ist? Was sagt man, wenn Schimpfwörter fallen? Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es keine Anleitung hierzu gibt und man am besten individuell reagiert. Bis jetzt hat´s geklappt.

Zum Ende des Spielevormittags präsentierten uns die Kinder stolz ihre Weihnachtskarten und verabschiedeten sich freundlich. Alle freuen sich schon auf den nächsten Samstag, denn da backen wir gemeinsam Lebkuchenhäuser.

Hoch motiviert ins neue Jahr

Nach dem letzten Wettkampf in Trittau stand eigentlich noch eine abschließende Veranstaltung des alten Jahres in Hamburg Harburg auf dem Programm, jedoch hatte unser hierfür eingeplanter Schüler leider unter Rückenschmerzen zu leiden, weshalb wir uns entschieden haben ihn dort nicht starten zu lassen. Als kleines Abschluss-Highlight des Jahres stand dann noch das Trainer- und Kämpfer-Fotoshooting für die neue Website des Gorilla Gyms an, bei dem auch einige unserer Stipendiaten dabei waren.

Allgemein blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr mit vielen sportlichen Erfolgen und einem stärkeren Zusammenhalt und Zugehörigkeitsgefühl als Team zurück. Selbstverständlich gab es auch Misserfolge, die jedoch sowohl zum Sport als auch im Leben dazugehören. Daher sind wir alle hoch motiviert im nächsten Jahr noch intensiver zu trainieren und als Team stärker zusammenzuwachsen.

Konkrete Ziele für das nächste Jahr sind so aktiv wie möglich an Wettkämpfen teilzunehmen und unseren Schützlingen dadurch mehr Routine und Ruhe in stressigen Wettkampfsituationen zu geben. Zudem sollen vermehrt Gruppenaktivitäten außerhalb des Trainings organisiert werden.

Women’s health braucht dringend mehr Helferinnen!

Inzwischen hat Katharina ein Trello-Board für unser Team eingerichtet und auf unserer Teamsitzung Mitte November 2017 vorgestellt. Mit diesem können wir alle zu erledigenden Dinge online auf Listen verwalten und alle Teammitglieder können auf einen Blick sehen, wie weit wir mit bestimmten Aufgaben sind und wo sie sich noch einbringen können. Wir hoffen, dass dieses Board uns die zugegebenermaßen lästige aber dennoch wichtige Organisation des Projektes erleichtert, denn wir merken immer mehr, dass es neben Studium und Beruf schwer ist, noch Zeit für ehrenamtliche Arbeit zu finden und dann macht es natürlich mehr Spaß, diese mit fachlicher Arbeit zu verbringen, als zum Beispiel damit, den Dienstplan zu schreiben.

Mit der Suche nach einem weiteren Standort sind wir leider noch nicht weitergekommen, da wir dafür eine gewisse Struktur brauchen. Der Ort muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sein, braucht eine Toilette und einen Warteraum für die Frauen und muss einen Stromanschluss haben, da wir sonst unser Mobil weder beheizen, noch unser Ultraschallgerät benutzen können.

Ein neuer Standort würde auch heißen, dass wir mehr Personal brauchen, um die Dienste zu besetzen. Leider ist es aber so, dass wir eher weniger Helfer werden. Viele von uns arbeiten im Schichtdienst, und so ist es ihnen oftmals nicht möglich, einen Dienst zu besetzen. Andere sind selbst Mutter geworden und gerade noch in Elternzeit und es gibt auch Kolleginnen, denen die ehrenamtliche Arbeit, die sie zum Teil jetzt schon seit zweieinhalb Jahren machen, zu viel wurde. Deswegen hat eine Kollegin eine Annonce für Fachzeitschriften verfasst und wir werden auch noch eine über den Hamburger Hebammenverband schalten und hoffen, dass wir gutes Feedback bekommen und weitere Kolleginnen für unsere Arbeit begeistern können.

Dass unsere Arbeit wichtig ist, hat sich bei einer Sprechstunde, in der Wibke vor Ort im Mobil war, wieder einmal deutlich gezeigt. Dort stellt sich eine Frau mittleren Alters vor, die seit mehreren Tagen über Schmerzen in der Brust, aber auch im linken Arm klagte. Sie befand sich illegal in Deutschland und traute sich auf Grund ihrer fehlenden Krankenkassenkarte nicht in ein Krankenhaus zu gehen. Bei der Blutdruckmessung stellte sich heraus, dass dieser massiv erhöht war und so mussten wir sie mit einem Rettungswagen mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus verlegen lassen. Da die Frau kein Deutsch sprach, konnten wir eine Übersetzerin vermitteln, die leider nicht vor Ort sein konnte, aber telefonisch zwischen der Frau und den behandelnden Ärzten vermitteln konnte. Denn nicht nur die oft nicht vorhandene Krankenkassenkarte, sondern auch die sprachlichen Barrieren schrecken oft vor einem Besuch im Krankenhaus ab.

Umso mehr hoffen wir, noch mehr Freiwillige für unser Projekt zu begeistern, damit wir auch weiterhin noch vielen Menschen helfen können.

Das Warten auf das richtige „Match“ oder wenn aus Ehrenamt Freundschaft wird

Das Jahr geht dem Ende zu, die Zeit von Wintersemester verstreicht. Lena und ich stehen momentan noch an verschiedenen Punkten in unserem Tandemprojekt. Lena hat ihren Tandempartner Said schon mitgebracht und trifft sich regelmäßig mit ihm. Neulich haben die beiden einen interkulturellen Abend mit Freunden veranstaltet. Ich warte immer noch auf ein passendes „Match“, bin aber zuversichtlich, dass sich bis nach Weihnachten jemand gefunden hat, der von den Interessen her mit mir übereinstimmt und Lust hat, mich kennenzulernen. Wir stellen fest, wie schwierig es ist, immer genug Zeit für Ehrenamt neben Uni, Arbeit und Freizeit zu finden. Außerdem ist es oft nicht einfach eine emotionale Distanz zu Dingen aufzubauen, die einem von dem Tandempartner_in berichtet werden. Natürlich gibt es im Alltag von Geflüchteten oft häufiger Komplikationen, mit denen es nicht so einfach ist umzugehen – auch für Außenstehende. Trotzdem ist es schön zu sehen, dass durch regelmäßige Treffen ein Schritt von Ehrenamt zu Freundschaft gemacht werden kann. Besonders sinnvoll scheint es uns auch, ganze Freundeskreise zusammenzubringen, um so eine Vergemeinschaftung zu erzielen. Wir sind gespannt, wie es im nächsten Jahr weiter geht und freuen uns darauf!

Die Anhörung

Vor drei Wochen bekam mein Mentee die Einladung für eine Anhörung vor Gericht im Klageverfahren zu seinem Asylverfahren. Die Vorbereitung auf diese Anhörung stand daraufhin im Mittelpunkt des Mentorings. Anfang des Jahres hatte mein Mentee seine Anhörung im Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gehabt. Diese wird umgangssprachlich häufig „(erstes) Interview“ genannt und hat zum Ziel, „die individuellen Fluchtgründe [des/der Asylantragstellers/in] zu erfahren (…) sowie Widersprüche aufzuklären“ (BAMF 2017). Mein Mentee hatte nach seinem „ersten Interview“ eine Ablehnung im Asylverfahren bekommen und sollte abgeschoben werden. Ihm wurde unterstellt, er sei nur zum Christentum übergetreten, um in Deutschland Asyl zu bekommen. Daraufhin reichte er mit Unterstützung seiner Anwältin Klage ein. Continue reading

Refugees welcome Weihnachtscafé

Wir haben das Weihnachtscafé geplant und am 21.12.17 auch durchgeführt. Dafür haben wir Essen für das Buffet vorbereitet, Weihnachtsplaylists erstellt und Kennlernspiele entwickelt. Da jeder seine Aufgabe kannte, hat sowohl die Planung, als auch die Durchführung gut geklappt. Da wir viel Werbung für das Weihnachtscafé gemacht haben – sowohl online, als auch im Freundeskreis/Uni, kamen verhältnismäßig mehr Leute als sonst. Wir hatten geplant, Weihnachtskekse zu backen, da jedoch die Personen schon in den Ferien waren, die dies machen wollten, haben wir das Backen einfach ausgelassen und durch weihnachtliche Spiele ersetzt. Für die kommenden Cafés, werden wir weiterhin versuchen, auch geflüchtete Frauen ins Café einzuladen.

Ab in die Weihnachtsferien!

Seit dem letzen Bericht hat sich nicht viel getan. Die Kinder haben ihre Klausuren geschrieben und fleißig dafür gelernt. Abgesehen von einem Mal, als die Unterkunft ihre Weihnachtsfeier hatte, findet das Treffen immer regelmäßig statt und läuft ohne Probleme.

Dennoch gibts es auch viele Kinder in der Unterkunft, die nicht zum Hausaufgabenclub kommen und die wir somit auch nicht unterstützen und erreichen können. Aber wir sagen den Kindern immer, dass sie ihre Freunde mitbringen sollen und mit denen, die kommen, klappt es auch wirklich gut. Kein Grunde zur Beschwerde! Jetzt gehen alle erstmal in die wohlverdienten Ferien.

Wir lernen jedes Mal etwas Neues (Team 1)

In den letzten Wochen haben wir weiter an den Beratungsterminen teilgenommen und das Team unterstützt. Außerdem gab es weitere Begleitungen, beispielsweise zur Ausländerbehörde oder zur Rechtsberatung. Teilweise ist es frustrierend, wenn trotz großen Aufwands geringe Ergebnisse erzielt werden. Teils gibt es Erfolge, etwa wenn bei Personen, die wir schon in den Wochen davor begleitet hatten, Fortschritte gemacht werden. Die Atmosphäre im Team und mit den Geflüchteten ist weiterhin sehr gut und wir lernen jedes Mal etwas Neues. Zum Ende des Jahres wird ein Jahresbericht angefertigt, an dem wir mitgearbeitet haben. Es war interessant, etwas über die Anzahl an Beratungen, die Art der erfragten Hilfe zu erfahren, insbesondere im Vergleich zum Vorjahr. Continue reading

Ein kurzer Zwischenstand

Weitere Begleitungen haben stattgefunden, aber noch nicht bei allen. Die meisten Begleitungen waren hauptsächlich zu Arztterminen. Bei einer anderen Begleitung war es die Aufgabe des Lotsen für eine Familie bei einem Termin beim Anwalt zu dolmetschen. Die größte Herausforderung war bisher die Terminfindung für eine Begleitung bzw. ob es Anfragen für eine Begleitung oder einen Dolmetscher gibt. Die nächsten zwei Wochen ist erstmal Weihnachtspause in der Diakonie.

Erfreuliche Entwicklungen

Was gibt es Neues zu berichten? Eigentlich läuft alles seine gewohnten Bahnen. Es kommen nun auch WiederholungstäterInnen, mit denen man jede Woche übt oder einfach nur Spiele spielt und dabei ins Gespräch kommt.

Besonders erfreulich sind zwei junge Mädchen, die in kürzester Zeit Deutsch gelernt haben und bei uns mit Hilfe ihre Hausaufgaben machen. Bei den beiden ist man nur noch eine minimale Stütze und hilft in besonderen Situationen. Diese Entwicklung freut uns sehr. Mit einem jungen Mann aus Bulgarien habe ich auch über seine berufliche Perspektive gesprochen und ich möchte ihn gerne auf diesem Weg ein wenig begleiten. Er scheint ein bisschen planlos, aber er versicherte mir wiederzukommen und das Thema mit mir zu vertiefen. Es bleibt weiter spannend…

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„Der Tag, an dem du stirbst, wird mein Feiertag.“

Nach dem letzten Workshop am 11.11.2017 auf der Demokratiekonferenz haben wir die Inhalte des Workshops noch ein wenig angepasst. Der Kerngedanke dabei war, die Jugendlichen behutsam an das Thema heranzuführen und dementsprechend Kommentare als Beispiele auszuwählen, welche nicht mit Mord oder ähnlichem zu tun haben.

Nach diesen Änderungen haben wir den zweiten Workshop am 12.12.2017 im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Elbe-Gymnasium Boizenburg durchgeführt. Anwesend waren hier 22 Schülerinnen der siebten Klassen. Insgesamt war der Workshop erneut sehr erfolgreich. Allerdings hat sich die „Entschärfung“ des Inhalts als überflüssig erwiesen, da das Thema Hasskommentare bei den Schülerinnen bereits mehr als präsent war.

Spätestens, als die Schülerinnen eigene Beispiele für Hasskommentare finden sollte, wurde uns klar, dass dieses Thema mehr als unterschätzt wurde. So gab es folgende Beispiele: „Der Tag, an dem du stirbst, wird mein Feiertag.“ – „Dein‘ Gaul sollte man schlachten und dich am besten gleich mit.“ (Als Reaktion auf ein Bild der Schülerin auf ihrem Pferd)

Diese Art von Kommentaren kam häufiger vor. Dementsprechend schockiert waren wir auch im ersten Moment. Der Vorteil des Workshops war aber, dass wir im weiteren Verlauf mit der ganzen Gruppe Ansätze finden konnten, wie jede Schülerin individuell auf den jeweiligen Kommentar reagieren konnte bzw. wie sie damit umgehen könnte. Dabei kam auch des Öfteren zur Sprache, dass Kommentare zur Anzeige gebracht werden sollten, was bei dieser Intensität der Kommentare durchaus berechtigt und sinnvoll ist.

Alles in allem waren aber alle Schülerinnen nach dem Workshop wesentlich sicherer im Umgang mit Hasskommentaren, was sich auch am Feedback bemerkbar machte. Nun besteht seitens fair_bock(t) e.V. selbstverständlich die Überlegung, in welcher Art und Weise man diesen Workshop fortführen kann. Ein Ansatz besteht bereits dahingehend, nächstes Jahr ein umfangreicheres Programm und der Thematik „Mobbing“ und „Gewalt“ zu entwickeln und durchzuführen.

Erste Erfolge (Team 2)

Mittlerweile wurden zwei Schüler erfolgreich an uns vermittelt und zwei weitere sind in Aussicht. Einige von uns warten noch auf eine Rückmeldung bzw. auf die Bestätigung des „Matching Termins“.

Unglücklicherweise gab es in der Vergangenheit Kommunikationsprobleme zwischen dem Verein und den Betreuern der Schüler. Stattdessen haben wir einen Workshop zum Thema Herausforderung von Geflüchteten besucht, um die zukünftige Zusammenarbeit zu erleichtern und ein tieferes Verständnis für die Situation unserer neuen Patenschüler aufzubauen.

Die bereits begonnenen Patenschaften funktionieren gut und der Schüler erzielt erste schulische Erfolge. Außerdem ist ein erster Ausflug zum Schlittschuhlaufen geplant. Es stehen Feedback-Treffen mit dem Verein auf dem Plan, um bisherige Fortschritte sowie eventuell auftretende Fragen und Probleme zu kommunizieren.

Wir hoffen auf einen guten Start ins Jahr mit unseren Schülern!

Zurück aus Uganda

Ich bin nun seit über einer Woche wieder in Hamburg. 1 Monat in Uganda voller besonderer Eindrücke, interessanter Begegnungen und einzigartiger Erlebnisse liegen hinter mir. Meine Reise führte mich unter anderem durch das Nakivale Refugee Settlement im Südwesten Ugandas. Hier habe ich die Möglichkeit bekommen, eine Schulklasse der lokalen UN-High School zu besuchen und mit einigen jungen Geflüchteten aus Ruanda, Buruni, Süd-Sudan und dem Kongo über ihre Erlebnisse zu sprechen.

Ugandas Migrationspolitik

Es ist mir gelungen, auf meiner Reise durchaus verschiedene Meinungen zu der aktuellen Migrationspolitik Ugandas einzufangen. Nun geht es darum, diese unterschiedlichen Perspektiven in Relation zu setzen und mit anderern (wissenschaftlichen) Quellen abzugleichen. Hier bedarf es allerdings noch weiterer Recherche. So werde ich versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die offene Migrationspolitik Ugandas als Vorbild oder Vorwand zu interpretieren ist.

Nach dem Abschluss der Reportage werde ich versuchen, ein passendes Medium für die Veröffentlichung zu finden. Erste Ansätze wären in diesem Fall das „Flüchtling Magazin“ oder das „Netzwerk Flüchtlingsforschung“.

Die Hilfsbereitschaft ist wirklich beeindruckend!

Ich engagiere mich weiterhin in dem Projekt Westwind. Hier werden gespendete Fahrräder repariert und an Bedürftige ausgegeben. Ich konnte schon bei einigen Übergaben dabei sein und auch bei den Reparaturen helfen. Die Arbeit in dem kleinen Team macht Spaß und ich lerne auch in Bezug auf die Reparaturen viel dazu. Was die Abläufe betrifft, lebe ich mich ebenfalls langsam ein.

Am vergangenen Samstag war ich bei zwei Übergaben dabei – einmal kam ein Mädchen mit ihrem Vater. Sie spielt Fußball und braucht ein Rad, um zum Training zu kommen. Auch der Vater des Mädchens hat schließlich ein Rad bekommen und war sehr glücklich damit.

Der zweite Radfahrer war ein Junge. Auch für ihn haben wir ein schönes Rad gefunden. Am Ende des Tages kam dann noch eine Frau vorbei, die Schlösser und Ständer gespendet hat. Die Hilfsbereitschaft ist wirklich beeindruckend, bisher kam an jedem Samstag jemand vorbei, der Helme, Fahrradkörbe, Schlösser, Kindersitze oder eben ganze Fahrräder gespendet hat.

Endlich ist das Führungszeugnis da – es kann losgehen!

Juhu! Das Führungszeugnis ist da! Endlich ist es so weit und ich kann ab Januar 2018 regelmäßig im Kindertreff am Kaltenkircher Platz helfen.

Gerne hätte ich direkt dort angefangen, doch jetzt in der Vorweihnachtszeit stehen in allen Unterkünften die Weihnachtsfeiern an, die einerseits das Team von „kids welcome“ organisatorisch total auslasten und andererseits viele helfende Hände erfordern. Am 11.12. fand die erste Weihnachtsfeier statt, an der ich teilgenommen habe. Dafür ging es in eine Unterkunft in Wilhelmsburg. Hier haben wir zuerst die kahlen Aufenthaltsräume im Container festlich geschmückt, die Tische mit allerlei weihnachtlicher Deko sowie Plätzchen, Mandarinen, Nüssen, Saft und Tee eingedeckt, bevor die Bewohner_innen und Familien der Unterkunft langsam eintrudelten und sich anfangs noch etwas zögerlich hinsetzten. 

Nachdem die ersten Stücke vom Christstollen probiert worden waren (erst skeptisch, dann aber als lecker befunden), kam die Gruppe zunehmend miteinander ins Gespräch und die Kinder rätselten, ob der Weihnachtsmann auch vorbei kommen würde und Geschenke brächte oder nicht. Daher leuchteten alle Kinderaugen groß, als die Tür zur Küche aufging und der Weihnachtsmann mit zwei fleißig helfenden Engeln in der Tür stand und für jedes Kind eine Tüte voller Geschenke dabei hatte.

Das Team von „kids welcome“ hatte die letzten Monate fleißig Spenden gesammelt und Geschenktüten, nach Altersstufen gestaffelt, für die Kinder gepackt. Während der Geschenkeverteilung ging es etwas wuselig zu, aber weil sich alle daran hielten, dass die Tüten erst zuhause ausgepackt werden durften, legte sich der Trubel schnell.

Danach wurden fleißig weiter Plätzchen gegessen, die Erwachsenen unterhielten sich und ich ging mit ein paar Kindern, denen es etwas langweilig am Tisch wurde, in den Nebenraum und wir malten ein paar Bilder für die Mütter und Väter, damit diese auch noch mit einem Geschenk nach Hause gehen konnten.

Zu Beginn fühlte ich mich im Team ein bisschen überflüssig, weil alle eine klare Aufgabe beim Geschenke-Verteilen usw. hatten und ich nicht. Doch nachdem ich mich ein bisschen mit den Bewohner_innen unterhalten hatte und anfing, mit den Kindern zu malen, hatten wir schnell viel Spaß miteinander und ich merkte, dass diese Kommunikation Aufgabe genug war und es nicht schlimm war, dass ich nicht ins Geschenke-Verteilen involviert war und keine klar greifbare Aufgabe hatte. Einige kamen, bevor sie gingen, extra noch einmal zu mir und bedankten sich sehr für den netten Nachmittag und eines der Mädchen schenkte mir ein selbtgemaltes Bild. Das hat mich sehr gefreut.

Manchmal ist die Terminabstimmung mit den Verantwortlichen etwas schwierig, da meine Ansprechpartnerinnen immer wieder wechseln, sodass Einsätze, die ich geplant habe, doch nicht stattfinden, was manchmal ein bisschen frustrierend ist. Nun sieht es jedoch so aus, als ob ich ab Januar regelmäßig jede Woche in der ursprünglich geplanten Unterkunft zum Einsatz kommen kann und ein bisschen mehr Sicherheit und Regelmäßigkeit in den Terminen einkehrt, sodass ich zu den Kindern auch eine längerfristige Bindung eingehen kann.

 

Die Paten sind gefunden – es kann losgehen! (Team 1)

Etwa zwei Monate sind vergangen, seit wir an dem Projekt „Refugees Welcome, aber wie“ teilnehmen und uns im Rahmen der Schüler& Paten für geflüchtete Kinder engagieren. Nachdem wir uns mit der Organisation über unsere und ihre Vorstellungen und Wünsche unterhalten und ausgetauscht hatten, mussten wir eine Weile darauf warten, dass ein passendes „Patenkind“ für uns gefunden wurde. Hier ging es primär um den Wohnort, da Hamburg ja wissentlich sehr weitläufig ist und man schon mal gut eine Stunde in der Bahn verbringen kann, um von A nach B zu gelangen. Damit es dazu neben der etwa 90-minütigen Nachhilfe nicht kommt, wurde unser „Matching“ unter anderem durch diesen Faktor beeinflusst. Andere Faktoren waren Alter und Geschlecht.

Inzwischen haben wir alle unser „Patenkind“ kennengelernt, und für einige von uns ist die Nachhilfe beziehungsweise der Austausch schon in eine erste Runde gegangen. Dadurch, dass diese Verknüpfungen von Schüler und Pate wohl überlegt sind, hat es leider etwas gedauert, bis es zu einem ersten Treffen kam. Doch umso glücklicher sind wir, dass es nun endlich losgehen kann und ein Austausch stattfindet.

Die nächsten Schritte für die kommende Zeit sind, den/ die Schüler/in besser kennenzulernen und eine Beziehung zu ihm/ihr aufzubauen. Natürlich sind Lernfortschritte wünschenswert, doch nicht um jeden Preis erzwingbar, da es vor allem um eine harmonische Zeit und um das Wohlfühlen des Kindes geht, auf das man spezifisch eingehen muss.

Heiße Phase der Planung

Die Planung des Benefiz-Konzerts ist in der heißen Phase. SängerInnen und Bands sind gebucht, dank Spenden der Stiftung Zukunft Kirche Volksdorf und der Gemeinde Volksdorf-Bergstedt geht auch die Planung in Sachen Dekoration und Essen/Getränke voran! Dies können wir nun etwas entspannter angehen, da wir einen Betrag zur Verfügung haben und nicht aus den hoffentlich zahlreich eingehenden Spenden Geld für die Umsetzung des Konzerts entnehmen müssen. Auch das Budget für die Honorare, welche wir den geflüchteten MusikerInnen für ihren Auftritt zahlen möchten, konnte geregelt werden. Je näher das Konzert rückt, desto stressiger wird die Arbeit in der Planung. Diese Woche wird der endgültige Ablauf des Konzerts am 22.12.2017 festgelegt. Durch leider immer vorkommende Absagen von AkteurInnen konnte dies bisher nicht stattfinden. Die Kommunikation in unserem Team klappt super und so konnte bisher jede Hürde gemeistert werden! Flyer und Plakate sind verteilt und wir hoffen auf ein volles und schönes Konzert!

Das Warten auf das Führungszeugnis

Der Start meines eigentlichen Projektes hat sich aufgrund des langen Wartens auf mein erweitertes Führungszeugnis leider etwas verzögert. Da ich ohne das Führungszeugnis nicht im Kindertreff am Kaltenkircher Platz eingesetzt werden kann, habe ich den Organisator_innen der Kinderprogramme meine Hilfe bei anderen Projekten angeboten und nebenbei schon eine Sammlung an Bastel- und Spieleideen erstellt, die ich, wenn ich endlich mein Zeugnis erhalten habe und im ursprünglichen Projekt arbeiten kann, hoffentlich mit einigen Kindern realisieren können werde.

„kids welcome“ organisiert, neben den wöchentlichen Kinderbetreuungen in verschiedenen Unterkünften im Hamburger Stadtraum, unter anderem auch eine mobile Kinderdisco, die am Wochenende je eine der Unterkünfte ansteuert und alle Kinder bis 14 Jahre, die Lust haben, zum gemeinsamen Tanzen animiert. In lockerer Atmosphäre wird hier zu Musik aus aller Welt zusammen getanzt, und die Kinder werden dazu ermuntert, sich, auch wenn andere Jungs oder Mädchen im Raum sind, tänzerisch frei auszudrücken und zu bewegen.

Derzeit warte ich auf die Bestätigung eines Termins, an dem ich dann teilnehmen kann. Des Weiteren hoffe ich natürlich, dass mein Führungszeugnis bald eintrifft und ich endlich mit meinem regulären Einsatz starten kann.

Was wir vorhaben

In unserem Projekt werden wir einen Dokumentarfilm drehen der auf der Grundlage von Interviews mit geflüchteten und nicht geflüchteten Menschen die Vielfalt der Menschheit als auch die Gemeinsamkeiten aufzeigt. An dem Projekt arbeiten Carl, Estefania, Tronje, Tjark und Janine aus dem Seminar zusammen. Bis zum Semesterende haben wir einen vollständig geschnittenen Kurzfilm in Eigenregie produziert und auch eine Möglichkeit gefunden, ihn der breiten Masse zugänglich zu machen gegebenenfalls aufzuführen. Bisher haben wir Kontakte von Menschen akquiriert, über die wir an Geflüchtete herankommen, um diese zu interviewen. Wir haben zudem einen Fragenkatalog für die Interviews erstellt und die Aufgaben innerhalb der Gruppe eingeteilt. Als nächstes erarbeiten wir das Konzept des Films, die Visualisierungen/ künstlerischen Effekte und werden danach die ersten Interviews vorbereiten.

Was ich vorhabe

Plietsch! ist ein Mentor_innen Projekt für Auszubildende mit Fluchterfahrung von basis&woge e.V. Studierende der Sozialen Arbeit (an der HAW Hamburg) sind ehrenamtliche Mentor_innen für geflüchtete Auszubildende. Im Rahmen des Mentorings treffen sich Mentor (Student_in) und Mentee (Azubi) circa 2,5 Stunden pro Woche, bestenfalls für die Dauer der Ausbildung. Das Ziel des Mentorings ist  die Mentees bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen sowie der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung. Plietsch! ist ein Teilprojekt des Netzwerks FLUCHTort Hamburg 5.0., in dem ich derzeit das Praxissemester meines Soziale Arbeit Studiums an der HAW Hamburg absolviere. Im Rahmen dieses Praxissemesters werde ich Erfahrungen in verschiedenen Teilprojekten des Netzwerkes sammeln. Für das Seminar „Refugees welcome – aber wie?“ werde ich auf dem Blog anonymisiert von dem Verlauf des Mentorings berichten.

Mein Mentee hat im August 2017 eine Friseurausbildung begonnen. Die Ausbildung gefällt ihm gut. Mit dem Mentoring haben wir im September 2017 begonnen. Seit dem treffen wir uns wöchentlich, meist in der Gemeinschaftsunterkunft, in der er lebt. Bisherige Themen waren seine prekäre Wohnsituation, mögliche Freizeitgestaltung, seine finanzielle Situation, das laufende Asylverfahren, Gesundheit, Mobilfunkvertrag, Deutsch lernen, seine psychische Situation und einiges mehr. Ich bin dabei, seine verschiedenen Kontaktpersonen (Sozialarbeiter_innen in der Unterkunft, Ausbildungsbetrieb, Privatkontakte) kennenzulernen.

In den ersten zwei Monaten des Mentorings wurde bereits deutlich, wie das lange Warten auf die Entscheidung im Asylverfahren zum einen psychisch extrem aufreibend ist und zum anderen auch formell Hindernisse im Alltag mit sich führt. So war die neueingeführte SIM-Karten Registrierung im Regelverfahren nicht mit einer Aufenthaltsgestattung (dem Ausweis, den Menschen im Asylverfahren haben) möglich. In diesem Fall bekamen wir schließlich über die Hotline des Mobilfunkanbieters den Hinweis, wo der (einzige!) Ort in Hamburg ist, an dem dies möglich ist. Doch bei dem Versuch vom Basisgirokonto zum deutlich günstigeren Azubi-Konto zu wechseln, führen interne Bestimmungen der Bank dazu, dass Menschen mit Gestattung diese Möglichkeit verwehrt wird. Die Bank gewichtet also den Aufenthaltsstatus höher als die Tatsache, dass mein Mentee Auszubildender ist.

Was ich vorhabe

Mit meinem Projekt möchte ich gezielt Refugees unterstützen, die sich selbst nach Ihrer Ankunft in Deutschland nicht sicher fühlen können. Aufgrund Ihrer nicht-heteronormativen Lebensweisen werden sie vor allem in zentralen Unterkünften weiterhin diskriminiert und benötigen deswegen umso mehr ‚safer spaces’.

Der „Queer Refugee Support“ hat es sich zum Ziel gesetzt, einen solchen Raum zu schaffen. Die offene Initiativgruppe bietet wöchentlich offene Treffen, kleinere Treffen oder Tandems an. Bei den offenen Treffen wird gemeinsam gekocht, Deutschunterricht angeboten für diejenigen, die sonst keinen Zugang zu anderen Kursen haben oder auch einfach nur Nachhilfe. Gegenseitiges Kennenlernen und emotionale Unterstützung stehen ebenso im Mittelpunkt. Mein Vorhaben wird sich an genau diesen Tätigkeitsfeldern orientieren – je nachdem, was gerade ansteht. Bis zum Semesterende möchte ich neben den praktischen Tätigkeiten vor allem intensivere Vertrauensverhältnisse zu den Betroffenen aufgebaut haben, was gerade in diesem Bereich von großer Bedeutung ist. Bisher war ich bereits zwei Mal bei den offenen Treffen dabei. Beim ersten Treffen erfuhr ich Grundlegendes und die Partizipationsmöglichkeiten. Von nun an werde ich wöchentlich immer dienstags bei den offenen Treffen dabei sein. Beim nächsten Treffen werde ich beispielsweise Deutsch unterrichten.